ICM bei LV „Krisenintervention und Trauma“

Andrea Pilgersdorfer
Andrea Pilgerstorfer

Mein Name ist Andrea Pilgerstorfer. Ich bin seit April 2013 Dozentin im Bachelorstudiengang Soziale Arbeit. Meine Schwerpunkte sind Fallanalyse und Falldarstellung, Methoden der Sozialen Arbeit und Internationale Soziale Arbeit. Das gekonnte Verknüpfen und Anwenden von Wissen erscheinen mir gerade im beruflichen Alltag einer Sozialarbeiterin/eines Sozialarbeiters als besonders relevant. Eine Grundvoraussetzung dafür sehe ich im Erleben von Wissen und im gemeinsamen Gestalten von Lernräumen. Daher auch meine Begeisterung für den didaktischen Ansatz des Inverted Classrooms und so bin ich dem FH-Projekt im Vorjahr sozusagen bei laufendem Betrieb als Teilnehmerin beigetreten.

Die Lehrveranstaltung „Krisenintervention und Trauma“ im 3. Semester des Bachelorstudiengangs Soziale Arbeit hatte ich im WS 13/14 als ILV konzipiert (3 ECTS und 1LE VO, 2 LE UE). Ich teilte und verminderte die Präsenzzeiten wie folgt: 7 Einheiten VL + 15 Einheiten UE; bei 3 ECTS verbleiben in etwa 54 Arbeitsstunden die für Vorbereitung des Theoriewissens, individuelle Fallbearbeitung und Gruppenarbeit zur individuellen Planung gedacht waren. Ich motivierte die Studierenden zu Experten-/Expertinnenbefragung im Verlauf Ihres Praktikums sowie zu deren Dokumentation und Austausch am eCampus. Ein intensiveres Literaturstudium vermittelte das theoretische Wissen. In den Präsenzphasen der Vorlesung konnten wir uns dadurch direkt mit der Methodenanwendung befassen, so dass die Übung wiederum direkt an die Praxisanwendung anknüpfte und jede Studentin/jeder Student die Rolle der beratenden Sozialarbeiterin/des beratenden Sozialarbeiters erleben konnte.

Das Aneignen des Theoriewissens durch intensives Literaturstudium ergab sich aus der zu kurzen Vorlaufzeit und werde ich in Zukunft lediglich ergänzend einflechten. Durch die Reduktion der Präsenzveranstaltung wurde ein hohes Maß an Selbstorganisation verlangt und so hatten die Studierenden nicht ausreichend Zeit sich auf diese etwas „andere“ Lernform einzustellen. Einige kamen nicht dazu, sich mit der Literatur auseinanderzusetzen und gaben entsprechend Rückmeldung.

Eine Möglichkeit, im ICM sicherzustellen, dass zu Lernendes nicht nur durchgelesen sondern auch verstanden wurde bzw. die Umsetzungskompetenz gewachsen ist, sind Projektarbeiten. Diese hatte ich in die Nicht-Präsenzphase in Form von Gruppenarbeiten eingepflegt. Vorhandene Materialien konnten nochmals im eigenen Tempo durchgegangen werden und es wurde zusätzliche Recherche betreiben, abschließend konnte das Wissen in vielfältiger Form umgesetzt werden. So entstanden unter anderem ein Fachartikel zum Thema (mehr), dieser Folder (mehr) mit einer schönen Übersicht zu Hilfsangeboten bei Krisen, zwei Projektarbeiten (Trauma // Krisenintervention // Internationale Aspekte) sowie ein Video (mehr). Dieses wurde in Kooperation mit Studierenden des Studiengangs Medientechnik produziert und beschäftigt sich auf ansprechende Weise mit Krisenintervention. Thematischer Fokus ist „BELLA“, ein Interventionskonzept für akute Krisensituationen („BELLA“ = Beziehung aufbauen, Erfassen der Situation, Linderung von Symptomen, Leute einbeziehen, die unterstützen können, Ansatz zur Problembewältigung; zusammengestellt von Lahninger und Lemden in Gernot Sonneck: Krisenintervention und Suizidverhütung, 2000).

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail

Author: Redaktion

Der SKILL-Redaktionsaccount wird zum Einstellen von GastautorInnen genutzt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.