Kollaboratives Arbeiten an Lern- und Lehrmaterialien als Instrument des ICM

So der Titel eines Workshops im September 2014 im Rahmen der Bildungs- und Beratungsangebote zum Projekt inverted classroom an der FH St. Pölten mehr. Im Vorfeld waren Teilnehmende eingeladen Hintergründe hier zu lesen http://skill.fhstp.ac.at/kurs-basisinfos-icm/ sowie „Wählt eine Eurer Lehrveranstaltungen (vergangen oder anstehend aus) und stellt eine Übersicht zusammen, der „Materialien“ (Wirklich im allerweitesten Sinn inkl. Methoden wie Exkursionen, ExpertInneninterviews usw.) zusammen, die ihr hier einsetzt – wählt dazu eine für Euch passende Visualisierungsform (z. B. ein Flipchart (bitte abfotografieren und hier als Antwort posten; oder ein Web 2.0 Instrument wie http://padlet.com (Anleitung: http://bit.ly/padleteinsatz) oder https://cacoo.com (Anleitung: http://bit.ly/cacooeinsatz) oder ein kommentierbares googledrive-Element (Dokument, Tabelle, Visualisierung… (Anleitungen bietet google: https://support.google.com/drive/?hl=de#topic=14940)“

 

Gemeinsam entstanden u. a.  folgende Ideen & Ausgangspunkte für das Handeln im Sinn des ICM (Danke an Andrea Pilgerstorfer für Ihre Notizen als Ausgangspunkte des Folgenden!):

  • Lernen bedeutet immer wieder „Übersetzungsvorgänge“ initiieren & begleiten von „unendlichen „Wissenswelten“ auf momentane Fokuspunkte (siehe diese powtoon Mini-Visualisierung: http://www.powtoon.com/show/fy88J7UTRw2/blank/)
  • Power Point oder Prezi-Präsentationen (Bei beiden Programmen gibt es Optionen zu kollaborativen Arbeiten an einem Dokument) sind eine Möglichkeit, um Erkenntnisse, Ideen, Konzepte gemeinsam zu visualisieren. Studierende können hier auch Rechercheergebnisse sichtbar machen, auch als Teil eines „Assessment am Weg“ sowie als Ausgangspunkt für weiteres gemeinsames Lernen.
  • Manche Ergebnisse die Studierende visualisieren sind nicht perfekt, enthalten vielleicht auch Fehler -> der Mut, Wissen auszutesten, ist ein wichtiges ICM-Element. Wichtig ist peer assessment und fachliche Begleitung durch Lehrende. Gleichzeitig kann die Suche nach unbewusst oder bewusst eingebauten Fehlern in unterschiedlichsten Lehrmaterialen eine spannende „Aufgabe“ im Sinn des ICM bzw. des „Lernen am Wegs“ sein
  • Als Ausgangspunkt von Lehrveranstaltungen kann ein Assessment wichtig sein, welche Wissensinhalte vorhanden sein und dann

o   Verweise von Lehrende wo sich gute Zusammenfassungen finden um Fehlendes aufzufrischen

o   Lern-Tandems oder Triaden, ev. auch größere Kleingruppen initiieren (un mit Impulsen begleiten), in denen mit „Lernen durch Lehren“ gearbeitet wird: Also ein einander vermitteln / helfen bei Inhalten, Konzepten, Vorgangsweisen (ist übrigens auch in Bezug auf Diversity im weitesten Sinn eine wichtige Methoden)

o   Interaktive Formen wie etwa World Cafe einsetzen, um einen einfachen Austausch von Wissen zu unterstützen, auch als Erinnerungsstütze für jene, die ausreichend Wissen haben

  • Ganz wichtig ist und bleibt Transparenz für alle Beteiligten, also auch eine Lehrveranstaltung hat x ECTS, 1 ECTS = 25 Stunden; es gibt y Stunden in der Präsenz das bedeutet z Stunden an selbstorganisierten Lernen, bei dem auch die/der Lehrende als AnsprechpartnerIn zur Verfügung steht; ebenso hilfreich ist ein Überblick zu Lernzielen einer LV und zwischendurch Unterstützung der Eigenwahrnehmung was davon schon vorhanden / ausbaufähig ist, wie Erworbenes mit privaten und beruflichen Lebensrealitäten zusammenhängt
  • Eine Aufgabe im Sinn des ICM kann sein für z. B. eine Laborsituation, ein Beratungsgespräch usw. eine Leitlinie zu erstellen (inkl. Analyse, Nutzung, Weiterentwicklung bestehender Leitlinien für dieses Feld) und beim Tun aktiv wahrzunehmen, was, wie (ev. mit wem) und wie intensiv umgesetzt wurde, welche Schwerpunkte sich durch das „Tun am Weg“ ergeben haben und was das wiederum für die Weiterentwicklung von Leitlinien, Vorlagen für Laborprotokolle usw. bedeutet
  • Exkursionen sind eine spannende Form des „Lernen in Praxissituationen“; gleichzeitig entsteht dort oft viel „drumherum“ und das eigentlich Spannende, für das Studium wirklich relevante kommt in der allerletzten besuchten „Station“ -> Idee: eine bewusst zusammengestellte Kleingruppe (auch aufgrund von Vorinteressen) besucht ein Unternehmen, eine Institution und stellt dort Fragen, beobachtet Vorgänge und gibt Rückmeldungen dazu, bringt darüber hinausgehend Ideen ein -> so entsteht auch ein Mehrwert für das Unternehmen / die Institution (muss im Vorfeld vermittelt werden, sonst Gefahr „ihr besucht uns nicht mehr alle, ihr mögt uns / schätzt uns nicht mehr wert“); das Monitoring dieser Kleingruppen kann auch ein Teil des peer assessment sein; dieses braucht im Vorfeld Vorgaben – die auch gemeinsam entstehen können – worauf in einem Assessment zu schauen ist, wie konstruktive Rückmeldungen aussehen; der/die Lehrende initiiert, begleitet, kontrolliert den Prozess, gibt fachlich ergänzende Inputs
  • Die Recherche nach Informationen und ExpertInnen ist ein wichtiger ICM-Aspekt; dabei finden Studierende auch Materialien / Links im weitesten Sinn, die für sie selbst momentan nicht so wichtig, für andere Lernende aber sehr hilfreich sein können -> Wissensmanagement ist kein Zufall, vorher überlegen wie das „kuratiert“ werden kann (verschiedene Optionen u. a. scoop.it, rebelmouse, padlet, diigo, google drive, wikispaces…) -> dies kann auch ein bewerteter Teil am Weg zu einer Note sein
  • Für einen Lernraum im weitesten Sinn sind alle gemeinsam verantwortlich, wichtig ist daran immer wieder zu erinnern, das Lernen am Weg gemeinsam zu reflektieren
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Author: cfreisleben

FH St. Pölten SKILL / Projekt inverted classroom Berater, Referent, Trainer, Journalist www.cfreisleben.net

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