SKILL zu Gast bei der 44. DGHD Jahrestagung an der Universität Paderborn

Vom 4. bis zum 6. März 2015 fand an der Universität Paderborn einerseits der Tag der Lehre und andererseits die 44. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik (DGHD) statt. SKILL war mit Wolfgang Gruber und einem Beitrag zu Game Based Learning vor Ort und hatte dort die Gelegenheit interessante Vernetzungsgespräche zu führen und Projekte der FH St. Pölten einem größeren Publikum näherzubringen.

Eine kurze Nachlese der Tagung finden sie hier: http://www.uni-paderborn.de/nachricht/67642/

Jegliche Informationen zur Tagung finden sie hier: http://www.dghd15.de/

Den Abstract zum Beitrag von Wolfgang Gruber finden sie nachfolgend:

In diesem Beitrag wird anhand verschiedener selbst entwickelter Planspiele ein Einblick gegeben, welche Vielfalt an inhaltlichen Themengebieten bedient werden kann und welchen Mehrwert das spielerische Lernen haben kann. Ein Fokus liegt dabei auf einer Neuinterpretation einer sogenannten Model United Nations Konferenz. Planspiele gelten als offene Lernszenarios und sind für die universitäre Lehre vor allem deswegen interessant, weil sie die Rolle des Lernbegleiters zulassen und in vielen Fällen (besonders der Recherche zur eingenommenen Stakeholder-Position) aktiv fördern. Studierende bereiten sich eine je nach Lehrveranstaltung und Design variierende Zeitspanne auf die (inhaltliche) Darstellung ihrer Rolle vor und können diese dann im „geschützten“ Rahmen der Universität vertreten. In der anschließenden inhaltlichen Auswertung (Debriefing), wird dann eben diese Rolle von BeobachterInnen und den Trainern besprochen. In enger Kooperation mit verschiedensten Institutionen werden seit etwa fünf Jahren durch den Autor Planspiele eingesetzt. Der besondere Mehrwert der Kooperation besteht unter anderem darin, dass in starkem Ausmaß praxisrelevante Stakeholder miteinbezogen werden. Die Studierenden stammen von verschiedenen Universitäten (mittlerweile sind zusätzlich Studierende in Form des ERASMUS-Programms aus 20 Ländern beteiligt) und die mittelfristige Weiterentwicklung des Projekts sieht eine Erweiterung auf weitere nationale und internationale Universitätsstandorte vor. Das letztendliche Ziel ist möglichst viele Stakeholder einer realen internationalen Konferenz durch Studierende zu besetzen. All diese Studierenden sollen (zumindest einen Teil) ihrer Learning Outcomes durch die Vorbereitung und Absolvierung der Konferenz erreichen, sei es nun auf inhaltlicher Ebene oder auf der Ebene von verschiedenen Soft Skills. Als gutes Beispiel darf dafür die Kooperation mit UNIVERSITAS Austria angeführt werden, die diese Konferenzen als „Übungsgelegenheiten“ für das Simultan-Dolmetschen ihrer Studierenden nützen. So konnte bereits bei mittlerweile zwei Durchführungen auf diese atmosphärisch sehr wertvolle Unterstützung zurückgegriffen werden. Genauso könnten beispielsweise bisherige Stakeholder-Gruppen in diesen Konferenzen, wie etwa „Business&Industry“, „International Press“, „NGOs“, durch Studierendengruppen anderer Hochschulen ersetzt werden. Den Möglichkeiten einer engen Kooperation sind dabei nur wenige Grenzen gesetzt. Dies darf als große Chance für die oft beschworene und selten auf einem mehr als administrativen Level umgesetzte interuniversitäre und interdisziplinäre Zusammenarbeit gelten.

  • Lehrende verschiedenster Institutionen als primäre AnwenderInnen
  • Zentren für Hochschuldidaktik als MittlerInnen an ihre Lehrenden
  • Personen, die interessiert an der Erprobung innovativer Szenarien interessiert sind

Sehen sie konkrete Umsetzungsmöglichkeiten für ein Planspiel in ihrer Lehre? Welche Instrumente einer Evaluation (außer bereits durchgeführten qualitativen Befragungen) sehen sie konkret?

Kurzbibilographie:

Gruber, Wolfgang, Probst, Lorenz, Wandel durch Verhandlung – Verständnis durch Erleben: Simulation einer internationalen Konferenz zu nachhaltiger Entwicklung mit all ihren Aspekten . in: Schwägele, S.; Zürn, B., Trautwein, F. (Hg.), Erleben was kommt. ZMS-Schriftenreihe Band 5, Norderstedt 2014.

UNO-Bericht Planspiel 15.01. 2015: „Studenten wählen bei ihrer Simulation einer UNO-Generalversammlung zentrale Themen“ http://www.unis.unvienna.org/unis/en/events/2015/mun_2015-01.html

UNO-Bericht Planspiel 13.06. 2014: „Vienna Model United Nations — Studenten werden zu Delegierten“ http://www.unis.unvienna.org/unis/de/events/2014/MUN_2014-06-13.html

Bericht der Universität Wien vom 18.06.2014: „Simulation am UNO-Sitz – Studierende erspüren globale Verantwortung“ http://medienportal.univie.ac.at/uniview/uniblicke/detailansicht/artikel/simulation-am-uno-sitz-studierende-erspueren-globale-verantwortung/

UNIVERSITAS Austria vom 12. und 13.12.2013: „Das war der UNO-Stage-Einsatz: Conference on Sustainable Development: http://www.universitas.org/fileadmin/user_upload/Mitteilungsblatt/Universitas_114_web.pdf

UNO-Bericht zur Nachhaltigkeits-Simulation vom 12. und 13.12.2013: „Getting a grip on reality“

Negotiating change for Post 2015 – students simulate a conference on the Sustainable Development Goals: http://www.unis.unvienna.org/unis/en/events/2013/mun_university_vienna.html

 Link zum Poster

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Author: Wolfgang Gruber

Gruber Wolfgang (Mag. phil.) , geb. 1979 in Schärding, studierte Geschichte an der Universität Wien. Seine Schlüsselqualifikationen liegen in Globalgeschichte / Game Based Learning/ Simulationen / Rollenspiele und der Hochschuldidaktik. Seit 2009 ist er Universitätslektor an der Universität Wien und an der Universität für Bodenkultur, seit 2012 Trainer für Hochschuldidaktik an der Universität Wien, der Universität Innsbruck und der Fachhochschule Technikum Wien und seit 2012 Mitarbeiter im Service- und Kompetenzzentrum für Innovatives Lehren und Lernen der Fachhochschule St. Pölten.

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