Inverted / Flipped Classroom meets Game Based Learning

Ein Beitrag zur Blogreihe zum 4. Tag der Lehre von Christian F. Freisleben-Teutscher

Ein wesentlicher Aspekt bei der Planung, Umsetzung und Reflexion von inverted / flipped classroom ist die Methodenvielfalt. Eine besondere Bedeutung hat zudem der gut vorbereitete Einsatz digitaler Medien und Kommunikationsmethoden. Ein dritter Punkt ist die Dialogorientierung sowie sicher zu stellen, dass „partizipativ“ nicht nur ein schönes Wort ist, sondern Lernende tatsächlich sowohl Inhalte, Methoden als auch Rahmenbedingungen mitgestalten können.

Game Based Learning kann, wie schon an anderer Stelle betont, deutlich weiter gefasst werden, als der Einsatz von serious games, also verschiedener Formen von digitalen Spielen, die noch intensiver auf ein Lernthema ausgerichtet sind. Wobei anzumerken ist, dass auch Spiele, die eigentlich nicht als serious games konzipiert waren, viele Lerneffekte haben bzw. in Bildungssettings zum Einsatz kommen können. Eine wichtige Frage ist, welche Art von Spiel bzw. spielerischer Herangehensweise geeignet ist, um das Entwickeln neuer Erkenntnisse, den Zugang zu Wissen, dessen vielfältige Transformation in Alltagswelten zu initiieren sowie zu begleiten. Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die gründliche Planung der Reflexion, wie sich der Einsatz eines bestimmten Spieles ausgewirkt hat, wie er erlebt wurde. Also insgesamt eine Herangehensweise, die Grundlagen von inverted / flipped classroom entsprechen.

Denn natürlich können Spiele und spielerische Herangehensweisen in Vorbereitungsphasen auf Präsenzphasen eine sinnvolle, in mehrfacher Weise methodisch und inhaltlich wirksam sein. Gerade weil sie Aspekte positiv beeinflussen wie die Bereitschaft, Unbekanntes zu erforschen, gemeinsam mit anderen an neuen Ideen und deren schrittweisen Umsetzung zu arbeiten. Gerade weil sie dabei unterstützen, Informationen auch auf unkonventionelle Weisen zu verknüpfen bzw. wahrzunehmen- Und weil sie Selbstwirksamkeit stärken, spannende und in vielfältiger Weise ansprechende Arten sind, Konzepte und (Zwischen)Ereignisse nicht nur zu präsentieren sondern auch mitgestaltbar zu machen.

Daher ist der Tag der Lehre 2015 auch ein wichtiger Meilenstein für das Projekt inverted classroom an der FH St. Pölten, liefert vielfältige Grundlagen, Ideen und Handlungsoptionen für die gemeinsame Gestaltung von Bildungssettings. An dieser Stelle daher ebenso nochmals der Hinweis auf die Konferenz „Inverted Classroom and beyond“, die am 23. und 24. Februar diesmal an der FH St. Pölten stattfindet. Auch diese wird die Begegnung mit vielen renommierten ExpertInnen bieten, sowie die Gelegenheit gemeinsam auf vielfältige und ebenso spielerische Weise an Konzepten und Methoden zu arbeiten.

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Author: cfreisleben

FH St. Pölten SKILL / Projekt inverted classroom Berater, Referent, Trainer, Journalist www.cfreisleben.net

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