www.traces.at – machen wir Wien bunter

Ein Beitrag von Mag. Alexander Pfeiffer, M.A., MBA der Donau-Universität Krems als Teil der Blogreihe im Vorfeld des 4. Tag der Lehre an der FH St. Pölten am 15.10.15

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“traces” ist ein Forschungsprojekt, das als Ziel hat Menschen zu motivieren, verschiedene Verkehrsmittel zu verwenden. Das Spiel (Spielort Wien) startete am 12. Oktober und läuft bis zum 26. Oktober. Zum Mitmachen muss man einfach nur die kostenfreie App von www.traces.at runterladen.

Das Projekt hinter der App „traces“ nennt sich „play mobi“ und ist von der FFG gefördert. Ein Konsortium bestehend aus verkehrplus GmbH, Donau Universität Krems, Mopius, Cows in Jackets und evolaris GmbH hat in den letzten 1 ½ Jahren erforscht wie man eine spannende gamifizierte mobile-Schnitzeljagd veranstalten kann, welche einerseits technologisch beyond state-of-the-art geht und andererseits über Narration und Live-Events für eine spannende UserInnen Erfahrung sorgt.

Mit „traces“ wurde somit ein integratives Spielkonzept entwickelt, das die Optionsvielfalt in der individuellen Mobilität aufzeigt und SpielerInnen dahingehend motivieren soll, freiwillig inter- und multimodal unterwegs zu sein. Traces stellt eine Synthese aus einem Serious Game mit lokationsbasierten Gamification-Elementen und integrierten neusten IKT-Technologien zur Steigerung des multimodalen Verkehrsverhaltens von Einzelpersonen und Gruppen dar.

Die Möglichkeit jederzeit große oder kleine Entfernungen mit beliebigen Verkehrsmitteln zu bewältigen, ermöglicht zwar eine hohe individuelle Flexibilität, führt jedoch zu verschiedenen verkehrsplanerischen Konsequenzen wie etwa einer massiven Behinderung des Verkehrsflusses und einer sich ständig ausweitenden Platzproblematik. Steigende Emissionswerte hinsichtlich CO2, NO2 und der damit verbundenen Feinstaubproblematik verhindern einerseits das Erreichen internationaler Ziele hinsichtlich des Umweltschutzes und beeinträchtigen andererseits die Gesundheit der StadtbewohnerInnen. Diese Faktoren erhöhen wiederum die kommunalen und staatlichen Kosten, die aufgrund der wenig zukunftsfähig gelebten Praxis des Individualverkehrs zu tragen sind (u.a. Unfälle, Strafzahlungen).

„Traces“ soll – wenn der Versuch gelingt – in der wissenschaftlichen Auswertung zeigen, dass man spielerisch unter Einsatz von neuen Technologie auf die oben genannten Probleme aufmerksam machen kann und im optimalen Fall auch zumindest eine kurzfristige Verhaltensänderung im Rahmen des Spiels ausgelöst wird.

Mitmachen ist einfach – wie oben erwähnt einfach auf www.traces.at gehen und dem Link zum Google-Play Store folgen. Screenshot_2015-10-13-13-32-32

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Author: Wolfgang Gruber

Gruber Wolfgang (Mag. phil.) , geb. 1979 in Schärding, studierte Geschichte an der Universität Wien. Seine Schlüsselqualifikationen liegen in Globalgeschichte / Game Based Learning/ Simulationen / Rollenspiele und der Hochschuldidaktik. Seit 2009 ist er Universitätslektor an der Universität Wien und an der Universität für Bodenkultur, seit 2012 Trainer für Hochschuldidaktik an der Universität Wien, der Universität Innsbruck und der Fachhochschule Technikum Wien und seit 2012 Mitarbeiter im Service- und Kompetenzzentrum für Innovatives Lehren und Lernen der Fachhochschule St. Pölten.

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