Inverted Classroom in der Medientechnik Summer School

Im Masterstudium Medientechnik gibt es sieben Bereiche, auf die sich Studierende spezialisieren können. In der Summer School (Medientechnisches Projekt 2), die ihren Namen auch aus der Jahreszeit in der sie abläuft bezieht, begegnen diese einander auf eine intensive Form, lernen, entwickeln, forschen gemeinsam. Die Vorgangsweise dieser Lehrveranstaltung ist dem Prinzip des Blockunterrichts sehr ähnlich – der Konzentration auf ein Thema, das von Lehrenden aus verschiedenen Bereichen mitgestaltet wird.

Eine Besonderheit der Summer School ist zudem die Öffnung nach außen für Studierende, deren Aufenthaltsaufenthalte durch Mitteln aus Erasmusprojekten ermöglicht wird. Heuer waren z. B. Studierende von der University of Antwerp dabei.

Thematisch im Mittelpunkt der Lehrveranstaltung steht die Visualisierung von Daten mit unterschiedlichsten Methoden, sowie die Entwicklung von Geschichten daraus.

Uns Lehrenden ist eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Sommer School wichtig, deshalb haben wir im Vorfeld den Fachverantwortlichen für Inverted Classroom im Haus, Christian F. Freisleben-Teutscher um seine Unterstützung und Beratung gebeten. Gemeinsam haben wir aufbauend auf vorhandene Materialien und didaktische Erfolgsgeschichten vergangener Summer School-Wochen das Konzept weiter entwickelt. Ein Teil davon war schon immer eine Vorbereitungsphase, die auch mit einem Assessment von Gelerntem verbunden ist. Wir haben nun vorhandene Materialien zunächst um Videos ergänzt – viele davon kamen von der Plattform Lynda, auf die Lehrende und Studierende der FH St. Pölten einen Zugriff haben. Unter Einbeziehung einer studentischen Mitarbeiterin – die aus dem Fachbereich kam und selbst schon an der Woche teilgenommen hatte – wurden dazu in verschiedener Form Assessmentaufgaben entwickelt. Also u. a. Quizze, Lückentexte, ein Pre-Test sowie die Umsetzung eines Arbeitsauftrags, dessen Ergebnis vor Beginn der Sommer School umgesetzt werden sollte. Diese Vorgangsweise hat sich sehr gut bewährt, die Studierenden kamen noch besser vorbereitet und auch mit konkreten Ergebnissen sowie Fragestellungen in die einwöchige Präsenzzeit. Auch die Rückmeldungen der Studierenden auf die Vorbereitungsmaterialien und –aufgaben waren sehr erfreulich.

Für diese wurde schon bisher auf eine sehr unmittelbare Verzahnung von Theorie und Praxis geachtet. Dabei wurde und wird auch gemeinsam an zwei gemeinsamen Produkten, in diesem Fall ein Infografik Poster und eine animierte Infografik gearbeitet. Besonders wichtig ist dabei, dass Studierende aus den verschiedenen Masterklassen zusammenarbeiten und ihre jeweiligen Stärken einsetzen können; aber sich gleichzeitig an Aufgaben versuchen, die bislang fachfremd, ungewohnt oder schwierig erlebt wurden.

Ein wesentlicher Aspekt des Inverted Classroom Modells kann Visualisierung von Lernschritten und die darauf aufbauende kontinuierliche Reflexion sein, ganz im Sinne der Unterstützung eines möglichst selbstbestimmten „Lernens am Weg“. Hier wurden zunächst Informationen voneinander abgefragt, die ergänzende Informationen zu den Studierenden im gemeinsamen Lernraum lieferten. Diese wurde visualisiert (Texte & Skizzen), aufgehängt und während der Woche immer wieder ergänzt. Ein bewusster Mix aus digital und analog wurde in ähnlicher Weise für Lernfortschritte eingesetzt: Es entstand eine Art „Lerntagebuch“ an der Wand, das auch aus Ausdrucken von digitalen Ergebnissen entstand. Dieser Wechsel von Bildschirm zu Papier an der Wand und auch wieder zurück brachte neue Perspektiven, gleichzeitig wurden (Zwischen)Ergebnisse besser sichtbar und konnten so auf eine intensivere Art und Weise gemeinsam weiter entwickelt werden.

Ergebnisse der Woche werden auch in diesem Video sichtbar, das den Ablauf der Workshop Woche sowie deren Ergebnisse dokumentiert.

 

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Author: Redaktion

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