Aktives Lernen in der Massenvorlesung: Der Inverted Classroom in der politikwissenschaftlichen Lehre

Daniel Lambach (Universität Duisburg-Essen) bringt sich bei der Tagung Inverted Classroom and beyond, 23. & 24.2. mit einem Poster ein. Im Video berichtet er von seinen Erfahrungen, unter Video dann ein Ausblick zum Poster.

„Die Vorlesung ist ein traditionsreiches, weit verbreitetes universitäres Veranstaltungsformat. Sie ist ein ressourceneffizientes Lehrformat, da für Hunderte von Studierenden nur eine Lehrperson benötigt wird. Allerdings hat die Lehr-Lernforschung gezeigt, dass die traditionelle Vorlesung nur eng begrenzte Vorzüge aufweist. Sie eignet sich lediglich für bestimmte Arten von kognitiven Lernzielen und die Aneignung weniger anspruchsvollerer Kompetenzen, Anreize und Kontrollmöglichkeiten um weitergehende Lernprozesse anzustoßen fehlen.

Ziel unseres Projekts war die didaktische Neukonzeption einer Einführungsvorlesung in die Internationalen Beziehungen an der Universität Duisburg-Essen nach dem Vorbild des Inverted Classroom Models (ICM). In den Präsenzphasen ersetzten aktivierende Lernformen den klassischen Frontalunterricht weitgehend, während das passive Lernen durch Lektüre und Videovorlesungen aus der eigentlichen Lehrveranstaltung ausgelagert wurde. Dadurch konnten anspruchsvollere kognitive Kompetenzen eingeübt werden.

Die Studierenden waren gegenüber dieser Neukonzeption aufgeschlossen und bewerteten den ICM positiver als die „klassischen“ Vorlesungen, die sie aus ihrem Studium kannten. Gleichzeitig merkten sie jedoch an, dass ihr Arbeitsaufwand im ICM sehr viel höher war. Interessanterweise waren die Reaktionen auf die Frage, ob sie dieses Format bei künftigen Vorlesungen ebenfalls bevorzugen würden, sehr unterschiedlich – von starker Zustimmung bis zu starker Ablehnung waren alle Antworten ähnlich häufig vertreten.“

Das Poster wird von Daniel Lambach gemeinsam von Caroline Kärger gestaltet.

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Author: Redaktion

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