Begrüßung – Johann Haag, Norbert Kraker, Jürgen Handke

Die drei Partner der Konferenz Inverted Classroom and beyond 2016 stellten am zweiten Tag ihre Institutionen und bisherigen Erfahrungswerte in der Begrüßung vor. (weitere Blogbeiträge zur Konferenz)

Johann Haag ist Teil des Hochschulmanagements der FH St. Pölten. Jürgen Handke hat ihn vor zwei Jahren mit seinem Enthusiasmus für das Thema Flipped Classroom angesteckt.

Was sind die Erfahrungswerte bisher? Was ist wichtig für die Umsetzung an der FH St. Pölten?

  • Ressourcen: die Lehrenden brauchen Ressourcen, müssen aber auch unterstützt, beraten und gecoacht werden
  • Mut: als Hochschule und Lehrende/r ist Mut wesentlich – man muss alles, was man bisher gemacht hat, ändern
  • Didaktik: gut ausgebildete Dozenten/Lehrende sind wesentlich – Gesamtkonzept ist wichtig
  • Präsenzphase: nicht nur über Videos reden (Sebastian Schmidt hat das gestern auch betont), sondern ganz besonders auch über die Präsenzphasen
  • Raumplanung: der Hörsaal ist nicht notwendigerweise für die Präsenzphase sinnvoll, „aktive Bestuhlung“ – Wer Flipped Classroom sagt, muss auch Raumkonzept sagen.

Norbert Kraker vertritt die PH NÖ und stellt den Zugang seiner Institution vor:

  • Veränderung der Lehre: „The kids changed, but I didn’t“ (Steve Kelly) – für ihn Beginn der Veränderung – Wissen muss also neu formiert werden, denn die Lernenden haben sich verändert
  • Veränderung der Lehrenden: Wer sich als Lehrende/r nicht auf diesen Weg begibt, dem entgeht etwas
  • Veränderung des Zugangs: E-Learning muss fix verankert sein –  die PH NÖ löst dies durch 75% Präsenzphase und 25% E-Learning
  • Individualisierung kann durch ICM verstärkt in den Blick genommen werden
  • Ressourcen müssen dafür zur Verfügung stehen

Norbert Kraker stellt fest, die Qualität des Unterrichts und Outputs sei gestiegen. Die PH NÖ misst dies an den schriftlichen Masterarbeiten, deren Qualitätssteigerung auf E-Learning zurückzuführen ist.

An der Universität Marburg hat alles begonnen. Von 2012 – 2015 fanden dort die ICM-Konferenzen statt. Auch 2017 soll dort wieder die ICM-Konferenz staffinden. Jürgen Handke von der Philipps-Universität Marburg ist der Dritte im Bunde der Kooperationspartner und stellt die Geschichte der Konferenz vor.

  • 2012: Alles begann mit der Frage nach Videos in der Lehre – wie geht das überhaupt und wie kriegt man Inhalte in Videos?
  • 2013: Die Präsenzphase rückt in den Blick – wie soll diese gestaltet sein?
  • 2014: Bindeglieder zwischen den Phasen – wie optimiert man die Verbindung zwischen Präsenphase und Selbstlernphase?
  • 2015: Digitalisierung der Lehre – was sind die Stolpersteine für die Hochschullehre, wie können diese beseitigt werden?

Zwei Preise konnten bereits mit dem innovativen Flipped Classroom Zugang gewonnen werden: der Ars legendi Preis 2012 und der Mint von Morgen Schulpreis 2015.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.