Keynote – Blended Learning and beyond – erst online, dann live – Laura Lenz

Da Ingrid Isenhardt, die die Keynote hätte halten sollen, leider erkrankt ist, ist Laura Lenz für sie eingesprungen (Hintergrund; Aufzeichnung und Präsentationsfolien siehe hier). Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institutscluster IMA/ZLW & IfU der RWTH Aachen University.

lauralenz

Dem Wunsch von Christian Freisleben-Teutscher nach einem Betriesbsausflug an die Universität Aachen schließen sich – so mein Eindruck nach Frau Lenz‘ Vortrag – die Konferenzteilnehmer/innen im Großen Festsaal vollsten Herzens an.

Die hohe Professionalität und die kreativen Zugänge der RWTH Aachen University beeindrucken die Teilnehmer/innen nachhaltig. Bisher standen hier auf der #icmbeyond16 umgedrehte Klassenzimmer im Zentrum, in denen Teilnehmer/innenzahlen von bis zu 30 die Regel sind. In die Lehrveranstaltung, an der Laura Lenz mitwirkt, hatten sich im WS 2015 etwa 1600 Studierende eingeschrieben.

Aktuelle Herausforderungen für die Lehre:

  • Mangelnde Ausrichtung auf Digital Natives. Wenn wir nur noch Fakten abfragen, kommen die Studierenden nicht mehr zur Universität. Wir sollten Studierenden etwas geben, worüber sie reflektieren können, sonst haben sie keinen Grund, Vorlesungen zu besuchen.
  • Durchgang von Schule zu Studium muss besser werden. Wünschenswert ist, dass Studierende nicht erst auf der Uni mit Blended Learning konfrontiert werden – selbstständiges Lernen soll Teil der Lehre werden.
  • Die Studierenden brauchen einen Praxisbezug, der es für sie sinnvoll macht, das Fach zu besuchen. Die Relevanz für ihr Leben muss herausgestellt werden.

Der Praxisbezug wird durch die Unternehmenssimulation ROBOFLEX hergestellt. Die Studierenden bilden ein virtuelles Unternehmen und lernen, in Teams zu arbeiten. Ein Verständnis für Teamtypen wird so entwickelt. Das Ziel dabei ist, mit Lego NXT Mindstorms Fahrzeuge zu programmieren. Als Anregung dient ein Wettbewerb, der die Studierenden animiert. Das Gewinnerteam erhält am Ende ingenieursgerechte Preise, wie etwa Akkuschrauber.

Die Bereitschaft, das „beyond“ zu denken, zeigt sich an den diversen Wegen, die das Lehrveranstaltungsteam begeht oder noch begehen will. Zu nennen wären hier beispielsweise Mixed Reality oder die Ingenieure ohne Grenzen Challenge. Bei dieser wurde etwa von Studierenden eine Zerkleinerungshilfe für Bananenstämme entwickelt.

Immer ist dabei relevant, wie die Inhalte mit der Lebensrealität der Studierenden verlinkt werden können. Die Darstellung realer Problematiken ist im Fokus – so kann „Lehre mit Mehrwert“ gelingen und Studierende werden motiviert, sich zu engagieren.

 

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