Erfahrungen aus Studienreisen intensiv geteilt

Ein Beitrag von Andrea Pilgerstorfer & Alois Huber (Studiengang Soziale Arbeit)

Austausch und Vernetzung sind für die Soziale Arbeit grundlegend. Am Studiengang Sozialarbeit legen wir zusätzlich Wert auf internationale Erfahrungen, daher reisen Studierende im Rahmen einer Studienreise im 2. Semester in „Modul 5 – Konzepte der Hilfe“  in Kleingruppen in verschiedene Länder um dort in unterschiedlichen Kontexten zu erfahren wie Sozialarbeit konkret umgesetzt wird. Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit den Strukturen sozialer Arbeit auf Mikro-, Meso- und Makroebene, d.h. die direkte Arbeit mit den einzelnen Nutzern und Nutzerinnen, der Institution und deren Einbettung in die soziale Landschaft sowie die Rahmenbedingungen und gesellschaftlichen bzw. politischen Strukturen des Landes. Gleichzeitig soll die Reise eine vergleichende Auseinandersetzung mit sozialen Problemlagen anregen, Studierende bereiten sich auf die Einrichtungen vor und bereiten die Erfahrungen entsprechend nach. Begleitet und gecoached wird der Prozess von zwei Lehrenden im Sinne des ICM mit viel blended learning.

Am eCampus wurden Informationen bereitgestellt, wie eine solche Reise ablaufen und wie unterschiedlich der Fokus bei der Wahrnehmung vor Ort aussehen kann. Die Studierenden treffen Mitarbeitenden einer konkreten Institution, stellen diesen Fragen zu deren Alltag. Teilweise begleiten sie konkrete Einsätze vor Ort oder nehmen an Besprechungen teil. Gleichzeitig tauchen sie sehr unmittelbar in das Sozialsystem vor Ort ein, nehmen diesen Sozialraum aktiv wahr. Dazu ein interessantes Beispiel: Bratislava wird auch von dort lebenden Menschen bzw. einigen dort tätigen SozialarbeiterInnen als „aufstrebende Wirtschaftsregion“ beschrieben, vor Ort nahmen die Studierende aber viele Beispiele von öffentlich sichtbarer Armut wahr.

Am eCampus wurden weiters – unterstützt auch durch Beratungsarbeit von SKILL – Informationen zum Thema „Bloggen“ sowie zum Thema „Podcast“ zur Verfügung gestellt. Vor und nach der Studienreise standen zwei gemeinsame Präsenztermine. Beim ersten Termin wurde, aufbauend auf den Informationen vom eCampus, Details zur Reise bzw. zur Vorgangsweise besprochen und auf Fragen der Studierenden eingegangen. Eine Sensibilisierung für eine vergleichende Auseinandersetzung und die theoretischen und geschichtlichen Hintergründe sozialer Strukturen erfolge. Der Reiseplan wurde präsentiert.

Zur Dokumentation und als Lernzielkontrolle war der Auftrag von den Erlebnissen der Studienreise einen eigenen Blog zu gestalten, der die gemachten Wahrnehmungen dokumentierte. Diese Blogs enthielten dann auch vielfältige Bildmaterialien – also eine intensivere Form der Sozialraumwahrnehmung. Zusätzlich sollten die Blogs anderer Studierender verfolgt und kommentiert werden.

Ein wichtiger Schwerpunkt des zweiten Termins war die Erstellung vom Podcasts. Die Studierenden hatten dazu während der Studienreise auch Interviews gesammelt, sowie verschiedene Geräusche – also eine weitere Form der bewussten Sozialraumwahrnehmung. Unterstützt durch einen Inverted Classroom-Assisstent (Studierender Medientechnik) nahmen die Studierenden dann die Podcasts auf und kommentierten diese wiederum gegenseitig.

Sowohl durch die Vorbereitungsmaterialien und vor allem auch durch den ständigen Reflexionsprozess über Blog und Materialsammlung für den Podcast wurde gewährleistet, dass die gemachten Lern-Erfahrungen über die Studienreise hinaus wirken können.

 

 

Hier einige Beispiele von entstandenen Blogs:

Hamburg: https://hamburgwirkommen.wordpress.com/

Stuttgart: https://studytripstuttgart.wordpress.com/ – enthält auch den Link zum Podcast

Prag: https://studytrip15.wordpress.com/

Bratislava: https://bratisloverblog.wordpress.com/ ebenso mit Link zu Podcasts

Philippinen mit Podcast: http://luciarosati85.wix.com/philippines

Berlin: https://stpoeltenmeetsberlin.wordpress.com/

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Author: Redaktion

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