Englischunterricht: Studierende bieten Studierenden Vorbereitungsmaterialien an

Ein Beitrag von Rebecca Turner

Ich unterrichte Englisch im Department Medien und Wirtschaft, hier konkret in einer Lehrveranstaltung Media- und Kommunikationsberatung mit 3 ECTS. In diesem Feld ist es sehr wichtig, gute Englischkenntnisse zu haben, etwa im Kontakt zu GeschäftspartnerInnen, KundInnen sowie bei verschiedensten Präsentationssituationen. Gefragt ist hier auch die Kompetenz der Moderation. Mit der Unterstützung von Christian F. Freisleben von SKILL habe ich nun diese Lehrveranstaltung weiterentwickelt:

Wie schon bisher bereitet jede/r Studierende/r einen kurzen Input vor, zu dem dann gemeinsam diskutiert wird. Ich habe nun die Studierenden auch darum gebeten, auf dem eCampus jeweils eine Woche vorher Materialien zu posten, die zur Vorbereitung der anderen Studierenden dienen – wobei die Abgabe selbst und die Qualität der Materialien von mir benotet wurde. Denn bei einer Diskussion braucht es ja auch gute Argumente bzw. die Fähigkeit gut formulierte, relevante und spezifische Fragen zu stellen. Sie haben sehr spannende und vielfältige Materialien – auch Videos – gesammelt, es war zu merken, dass sie sich hier wirklich Gedanken gemacht haben, was die Vorbereitung unterstützen könnte. Was dann bei den Diskussionen zu merken war, dass sich die anderen Studierenden vorher mit diesen Informationen beschäftigt haben und deutlich differenziertere und tiefergehende Fragen stellten.

Mit den Studierenden gemeinsam habe ich am Beginn des Semesters weiters an einer Struktur gearbeitet, mit deren Hilfe die Rückmeldung an andere Studierende zu ihrem Input und Diskussionsleitung strukturiert und gestaltet werden können. Dazu haben wir ein Etherpad im Einsatz gehabt (in diesem Fall Titanpad, ein Dienst der leider eingestellt wird, eine Alternative ist das Etherpad bei uns am eCampus  oder das Etherpad der TU Graz): In diesem wurde synchron zum Geschehen Rückmeldungen protokolliert und danach besprochen. Eine Vorgangsweise, die von den Studierenden als sehr hilfreich erlebt und gut genutzt wurde.

Ein weiteres Element war ein kollaborativ gestaltetes Dokument (hier ein Google Dok) zu Kriterien, die eine gute Moderation bzw. eine gelungene Diskussion ausmachen. Ein Ausgangspunkt dafür ist sicher, dass wir Studierende unterschiedlichste Formate für Diskussionen vorstellen wie etwa die Fishbowl-Technik oder Schneeball-Diskussion. In den Rückmeldungen wurde dieses gemeinsame Arbeiten ebenso sehr positiv beurteilt. Ich habe dann Elemente daraus als Ausgangspunkt für Fragen bei der abschließenden Klausur genutzt.

 

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Author: Redaktion

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