#icmbeyond18: Flipped Classroom in Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen & Wirtschaftsinformatik

Sie kennen bereits die Methode des Flipped Classroom und möchten am liebsten sofort damit beginnen? Andreas Ott rät Ihnen, sich vorab folgende drei Fragen zu stellen:

  1. Welche Inhalte soll und kann ich flippen (bzw. welche soll ich besser ungeflippt unterrichten)?
  2. Wie gestalte ich den „neuen Unterricht“, wenn sich die Schülerinnen und Schüler das Wissen bereits zuhause angeeignet haben? Mit welchen Methoden kann ich die Lernenden aktivieren und damit mein eigenes Hoheitsgebiet (die Tafel) aufgeben?
  3. Worauf habe ich bei der Erstellung von guten (und vielleicht unterhaltsamen) Videos zu achten?

zu 1: Welche Inhalte aus den o. g. Fächern eignen sich zum Flippen?

Nach meiner Erfahrung sollten und könnten Themen, die von vielen Fachbegriffen geprägt sind (z. B. Kalkulationen) oder bei denen die Schülerinnen und Schüler kein Vorwissen mitbringen (z. B. Entity-Relationship-Modelle) geflippt unterrichtet werden. Eher textbasierte Kapitel (z. B. Marketing, Personal) sollten eher schülerzentriert erarbeitet werden, um deren Lebenserfahrung/Erfahrung aus dem Praktikum nutzen zu können.

zu 2: Wie gestalte ich den „neuen“ Unterricht

Mit welchen Methoden kann ich als Lehrender mein Hoheitsgebiet (die Tafel) aufgeben und so im Klassenzimmer einen Lernraum schaffen, in dem die Schülerinnen und Schüler aktiver werden können?

In der Oberstufe bieten sich dazu die Methoden „Aktives Plenum“, „Lernen durch Lehren“ und die „Schülersprechstunde“ (eine Form des Peer-Tutoring) an.

Schüleraktivierend ist auch die Arbeit mit Padlet. Ein Padlet ist eine Pinnwand im Internet, an die z. B. Notizen geheftet werden können. Für sämtliche BWR-Themen werden einzelne Padlets erstellt, an die die Lernenden während des Unterrichts (!) über ihre Handys oder Tablets Notizen pinnen können. Wer eine wichtige Erkenntnis gewonnen, eine Eselsbrücke gefunden hat oder einen Merksatz kennt, soll und darf ihn posten.

Nach Abschluss des Themas wird das Padlet ausgedruckt und im Klassenzimmer aufgehängt.

zu 3: Tipps zur Erstellung von Videos

Hat man sich für ein Thema entschieden, so macht man sich an die Erstellung des „Inputs“, z. B. in Form eines Erklärvideos. Es ist z. B. darauf zu achten, dass die Videos haltbar sind oder nach Möglichkeit interaktive Elemente besitzen.

Wie bei der Erarbeitung im Unterricht auch, gilt die Regel „Vom Allgemeinen zu Besonderen“: bevor ein Video zu einem sehr seltenen Sonderfall erstellt wird, sollte es ein Video zum Standardfall geben, das einer möglichst großen Anzahl der Schülerinnen und Schüler nützt.

Videos sollen und dürfen auch unterhaltsam sein. Im Workshop möchte ich Ihnen dazu ein paar einfach umzusetzenden Hinweise geben.

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