#icmbeyond18: ICM – ein Modell für unterschiedliche Seminartypen an der Hochschule

Dr. Andrea Breitenbach, Vertretungsprofessorin für Methoden der empirischen Sozialforschung am Institut für Soziologie der Philipps-Universität Marburg brachte sich bei der Konferenz Inverted Classroom and beyond am 20. & 21. 2. beim Knowledge Cafe (siehe Programmüberblick) ein, hier die dort eigesetzte Präsentation. Dazu noch ein Gespräch mit Dr. Breitenbach:

Bereits zahlreiche Hochschulen setzten das ICM ein – dennoch wäre eine weitere Verbreitung des Konzepts wünschenswert. So wird häufig die zeitaufwendige Produktion von Videos für die Präsenzphase als Hindernis genannt. Aber auch die Übertragbarkeit des Konzepts auf unterschiedliche Seminartypen wird kritisch betrachtet.

Anhand von drei Seminartypen im Fach Soziologie wird exemplarisch aufgezeigt, wie diese von modifizierten Inverted Classroom Szenarien profitieren können, die mehr oder weniger aufwendige Vorarbeiten voraussetzen: eine Statistikvorlesung, ein Masterseminar und eine Einführung in ein Statistikprogramm. Dabei werden die Schritte von der Umsetzung des Modells, sowie die Bewertungen, Ergebnisse und Erfahrungen vorgestellt. (siehe erweitert auch hier).

Für die Statistikveranstaltung erschien es zu aufwendig, alle Inhalte der Vorlesung als Inverted Classroom anzubieten. Auf existierende Videos kann kaum zurückgegriffen werden, da die Vorlesungsinhalte nicht standardisiert sind. Aus ökonomischen Überlegungen wurden die Inhalte von drei Vorlesungen durch eigens produzierte Videos ersetzt, die besonders wichtige Inhalte vermitteln.

In vielen Seminaren ist das Halten von Referaten ein zentrales Werkzeug der Vermittlung von Wissen von Studierenden für Studierende. Ähnlich wie beim Frontalunterricht können die Zuhörer in der Regel nicht die ganze Zeit aufmerksam folgen. Hinzu kommt, dass einige Studierende ungern Referate halten etc. Aus diesem Grund wurde in zwei Masterkursen getestet, wie Studierende Videoreferate annehmen und welche Vor- und Nacheile sich zeigen.

Einführungskurse in Statistikprogramme weisen in der Regel sehr viel Frontalunterricht auf: vor der Anwendung des Erlernten muss meist sehr viel Input erfolgen. Meistens wechseln sich längere Phasen von Frontalunterricht mit Bearbeiten von Übungen ab. Für diesen Seminartyp erschien das ICM besonders geeignet, denn Lehrvideos können das Nachvollziehen der Schritte mit dem Statistikprogramm erleichtern und bieten viele andere Vorteile. Ein solches Seminar wird für das nächste Wintersemester mit ICM Elementen konzipiert. Die Vorplanung und Darstellung der geplanten Umsetzung wird hier vorgestellt und diskutiert.

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Author: Redaktion

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