#icmbeyond18: Inverted Classroom and nothing Beyond – ein Modell in Kombination und nicht Addition!

Ricarda T.D. Reimer und Sevgi Isaak, Fachstelle Digitales Lehren und Lernen in der Hochschule, Pädagogische Hochschule Fachhochschule Nordwestschweiz (PH FHNW) gestalten gemeinsam mit Barbara Geyer-Haydn (FH Burgenland) bei der Konferenz Inverted Classroom and Beyond einen Beitrag zum Knowledge Café (Überblick zum Programm):

Zum Wechselspiel mit offline und online: Die (medien-)didaktischen Vorteile beider Settings kombinieren und leisten einen gewinnbringenden Beitrag zur Qualitätsentwicklung in der Lehre. Hierfür stehen zwei prominente medienpädagogische Ansätze: Blended Learning und Inverted Classroom.

Richtet man den Blick auf letzteren, stehen einerseits die Präsenzveranstaltungen mit ihren Diskussionen, Gesprächen, dem gemeinsamen Nachdenken, dem Dialog und andererseits die eigenständige Wissensaneignung, zumeist online über Filme, Videos im Fokus der Idee: Im face-to-face Kontakt, in der Interaktion, im Austausch und im eigenen Tempo sowie zeit- und ortsunabhängig das Lernen, die Auseinandersetzung mit webbasierten Inhalten.

So einfach kann Inverted oder Flipped Classroom dargestellt werden. Das zeigt Wirkung, denn viele Dozierende, Lehrpersonen entdecken dieses Modell, probieren sich bei der Erstellung von Filmen/Videos aus und realisieren etwaige Seminare und Unterrichtssequenzen. Inverted Classroom wird zusehends zu einem „Renner“ auf dem „Markt der Didaktik“. Immer mehr Personen wenden sich dem Einsatz digitaler Technologien in der Lehre zu.

Die Begeisterung über ein solches didaktisches Modell sowie die Motivation von Dozierenden und Lehrpersonen ist zu stärken – dies aber mit einem konsequenten Blick auf die Komplexität und die Besonderheiten theoretischer Ansätze und (medien-)didaktischer Expertise. Denn das Verständnis gegenüber dem Modell „Inverted Classroom“, welches „einfach“ als eine wechselnde Kombination unterschiedlicher Methoden bzw. deren Einsatz zu verstehen ist, reicht nicht aus. Im Fokus des sowohl theoretischen Diskurses als auch insbesondere in der Praxis muss deutlich werden, dass eine gesamtdidaktische Konzeption und Sichtweise den qualitativen Mehrwert bietet. Überdies erachten wir eine konsequente Einbindung der Überlegungen zum Thirdspace (vgl. Reimer, Edinger 2015) in diese Auseinandersetzungen für gewinnbringend.

Im Sinne des Titels „The dark side of ICM“ des Knowledge Cafés, welches wir gemeinsam mit Barbara Geyer-Hayden (FH Burgenland) gestalten, werden wir uns kritisch unserer eigenen Community zuwenden:

  • Welche Verantwortung und Rolle haben wir als Wissenschaftler/innen mit Blick auf Forschung, Theorie und Praxis zu ICM?
  • Wie können wir medienpädagogische Modelle und Ansätze deutlicher im allgemeindidaktischen Diskurs positionieren, um aufzuzeigen, dass es sich beim ICM um forschungs- und theoriebasierte Konzepte handelt?
  • Wie können diese Konzepte im Zeitalter der Digitalisierung bzw. unter Berücksichtigung der Überlegungen zum „Thirdspace“ von nachhaltiger Wirkung sein?

 

Reimer, Ricarda T.D. & Edinger, Eva-Christina (2015): Thirdspace als hybride Lernumgebung. Die Kombination materieller und virtueller Lernräume. In: Bernhard, C. u.a. (Hg.): Erwachsenenbildung und Raum: Theoretische Perspektiven – professionelles Handeln – Rahmungen des Lernens. Bielefeld: wbv. S. 205-2016. Reihe: Theorie und Praxis der Erwachsenenbildung. Link

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Author: Redaktion

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