#icmbeyond18: Spielerische Pädagogik im Inverted Classroom

Alexander Schmölz und Daniel Pfeiffer von der Universität Wien berichten darüber, wie hunderte LehramtskandidatInnen die Methode Inverted Classroom kennenlernen und dafür auf Elemente der Spielerischen Pädagogik zurückgreifen. 

Ein neues Level wurde freigeschaltet:

Im Sommersemester 2016 wurde eine Großlehrveranstaltung zu allgemein bildungswissenschaftlichen Grundlagen im Lehramtsstudium der Universität Wien angeboten. An diesen zwei Kursen nahmen je 100 Studierende teil. Im Fokus stand die didaktische Überlegung, dass LehramtskandidatInnen Unterrichtskonzepte nicht nur als Theorien lernen, sondern im selben Atemzug auch praktische Erfahrungen sammeln. Deshalb wählten wir einen Inverted Classroom Ansatz, um trotz der hohen Studierendenanzahl den Übungscharakter der Präsenzeinheiten aufrecht erhalten zu können.

Eine Skizze der LV an zwei Beispielen:

Das Thema Flipped Classroom wurde in Moodle mit einem Text, Forum und Reflexionsfragen bearbeitet. Die Studierenden bereiteten einen Post vor und diskutierten mit Ihren KollegInnen. In der Präsenzphase wurden die Ergebnisse zusammengefasst, reflektiert, vertieft und erweitert.

Ähnlich wurde mit der Einheit zur Spielerischen Pädagogik verfahren. In der Onlinephase sollten die Studierenden Texte zu den Themen Gamification/Game Enhanced Learning und Spielerische Pädagogik lesen und als Übung die Spiele Sudoku, Hangman und Millionenshow lösen. In der Präsenzphase gab es eine kurze Zusammenfassung und dann wurde “einfach” gespielt. Die Studierenden wurden in Gruppen eingeteilt und konnten verschiedene Spiele ausprobieren. Nach dem Prinzip “Think – Pair – Share”, in diesem Kontext “Play – Pair – Share” tauschten die Studierenden sich zu ihren Spielerfahrungen aus (vgl. Game Based Dialogue) und reflektierten die Spiele für ihren zukünftigen Unterricht.

Studierende nahmen das Konzept mit gemischten Gefühlen an. Dies bringt die folgende Aussage einer/s Studierenden auf den Punkt: “Ich habe, denke ich, viel mehr gelernt und mich mehr mit den Themen auseinandergesetzt als in allen anderen Pädagogik-Lehrveranstaltungen zuvor. Trotzdem möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass dies die Vorlesung war, in die ich mit dem größten Unmut gegangen bin.”

to be continued …

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