#icmbeyond18: Interaktive Lernvideos im Inverted Classroom

Der Einsatz von Lernvideos gehört im Inverted Classroom zum Standard: Die Lernenden erschließen sich (zuhause) eigenständig neue Inhalte, die von der Lehrkraft vorwiegend in Form von Videos bereitgestellt werden. Die Wissensaneignung findet im individuellen Lerntempo statt, da die Videos nach Bedarf gestoppt oder Passagen beliebig oft wiederholt werden können.

Das Arbeiten mit solchen Videos kann aber zur Passivierung der RezipientInnen führen, weil diese die Inhalte häufig nur konsumieren anstatt sie zu verinnerlichen. Um eine aktive Auseinandersetzung herbeizuführen, ist es sinnvoll, Elemente in das Video zu integrieren, die zu konkreten Handlungen auffordern, welche wiederum Einfluss auf den weiteren Verlauf des Videos haben können.

Ein Beispiel und gleichzeitig eine sehr gute Anleitung von h5p finden Sie hier

Eine Form der Interaktivität ist, das Video zu stoppen, um die Lernenden durch Fragen oder Problemstellungen zu konkreten Überlegungen zu motivieren. Erst durch eine Aktion (Klicken) wird das Video fortgesetzt. Weitere interaktive Bausteine sind in das Video eingebettete Quizfragen mit antwortabhängigen Querverweisen. So können beispielsweise bei richtiger Antwort Abschnitte übersprungen werden. Oder das Fortfahren des Videos ist erst zulässig, wenn der Test vollständig richtig beantwortet wurde, ansonsten muss der Abschnitt erneut angesehen oder das Quiz wiederholt werden. Es kann auch vorteilhaft sein, Bookmarks oder Hotspots in das Video einzufügen, die es ermöglichen, innerhalb des Videos oder zu externen Webinhalten zu navigieren.

Videos, die mit solchen Gestaltungselementen angereichert sind, stärken die Lernenden, eine aktive Rolle im Lernprozess einzunehmen und bieten ihnen außerdem schon beim Wissenserwerb Feedback zum Verständnis sowie die Möglichkeit individueller Lernwege.

Die freie und quelloffene Software H5P stellt mannigfaltige Typen für interaktive Webinhalte bereit. Mit einem kostenlosen Account auf der Website h5p.org kann man H5P-Inhalte auch ohne eine eigene Website schnell erzeugen und mit einem Link verfügbar machen. Die Benutzeroberfläche ist intuitiv. Zum Editieren und Betrachten wird lediglich ein Webbrowser benötigt. Durch das responsive Design ist die Anwendung Smartphone-/Tablet-freundlich und unterstützt somit mobiles Lernen.

Darüber hinaus gibt es Plugins für Moodle, WordPress oder Drupal. Diese können zur Integration in die eigene Webseite verwendet werden.

 

Der eigene Account, das Youtube-Video und die Vorüberlegungen zu den Einsatzstellen bilden den Startpunkt für unseren Workshop. Nach einer kurzen Einleitung folgt der Übergang in die produktive Phase, in der die Teilnehmenden interaktive H5P-Videos erstellen. Dabei sollen die wichtigsten Gestaltungsmöglichkeiten anhand verschiedener Inhaltstypen ausprobiert werden. Nach der Erstellung der Videos wird den Teilnehmenden das Einbetten in andere Umgebungen und die Verbreitung von H5P-Objekten gezeigt. In der abschließenden Diskussionsphase gibt es die Möglichkeit, erste Erfahrungen zu reflektieren und gemeinsam Einsatzgebiete zu diskutieren.

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