ICM unterstützt Weg zu Python

Ein Beitrag von Oliver Eigner und Philipp Kreimel (Department Informatik & Security)

In der Lehrveranstaltung Programmieren3 (PROG3) mit 3 ECTS für Python im 4. Semester berufsbegleitend des Bachelorstudienganges IT-Security wird die Programmiersprache Python3 vermittelt und angewendet. Das Inverted Classroom Modell wurde eingesetzt um den Vorlesungsteil als Selbststudium durchzuführen und darauf dann in den Präsenzphasen aufzubauen.

Ziel der Lehrveranstaltung ist, dass die Programmiersprache Python für die Studierenden auf einem soliden mittleren Niveau erlernt wird, d.h. sie können selbständig neue Module (wie z.B. Netzwerkverschlüsselung) sicher benutzen, selbstständig kleinere Projekte erstellen und in größeren Projekten Änderungen am Code vornehmen. Inhaltliche Themenbereiche der Lehrveranstaltungen waren:

  • Einführung in die Programmiersprache Python mit Verweisen zu Unterschieden und Gemeinsamkeiten zu anderen Programmiersprachen.
  • Grundlegende Konzepte (Syntax, Datenstrukturen, Kontrollstrukturen, Standard-Ein -/Ausgabe, Funktionen, Ausnahmebehandlung, Operatoren)
  • Zugriff auf das Dateisystem
  • Verwendung von Modulen
  • Verarbeitung von Zeichenketten
  • Umgang mit Datumsformaten
  • Objektorientierung: Klassen, Methoden, Vererbung, Objekte, Referenzen
  • Python Forensik

Auf dem eCampus gab es einen Gesamtüberblick zu dieser Lehrveranstaltung, ebenso zu allen Aufgaben und den Beurteilungskriterien. Folgende Elemente wurden innerhalb der Lehrveranstaltung verwendet:

Selbststudium – Vor jeder Übungseinheit war das Selbststudium zu Hause als Vorbereitung durchzuführen. Dieses beinhaltete neben einer kurzen textuellen Beschreibung, ausgewählte Videos der Lynda-Kurse „Python Essential Training“ und eine vorgefertigte Youtube-Playlist, welche professionelle Videos über die Python Programmierung beinhaltet. Jedes Selbststudium wurde in einer PDF-Datei in den eCampus-Kurs eingepflegt und genau beschrieben bis wann, welches Video durchgearbeitet werden sollte.

Übungseinheit – In der Präsenzeinheit wurden offene Fragen besprochen und eventuelle unklare Bereiche aus den Videos wiederholt. Zu Beginn jedes Übungstages wurde ein Kontrolltest, der den Lernfortschritt der durchgearbeiteten Videos kontrolliert, via eCampus-Test durchgeführt. In der ersten Hälfte der Lehrveranstaltung wurden grundlegende Module anhand gemeinsam durchgesprochener Beispiele erklärt und diese dann in den eCampus eingepflegt. In der zweiten Hälfte wurden die Übungen erklärt und für die Studierenden bereitgestellt.

Resümee – Die Lernvideos von Lynda haben im Inverted Classroom Modell großes Potential. Dies wird auch durch Rückmeldungen der Studierenden bestätigt. Sehr professionell ausgearbeitete Videos für Einsteiger und auch Fortgeschrittene werden angeboten. Ein Weiterentwicklungspotential ist, noch intensiver sicher zu stellen, dass alle Studierenden die Vorbereitungsmaterialien und –aufgaben zeitgerecht erledigen, um darauf dann in den Präsenzphasen aufbauen zu können.

Eine weitere Erkenntnis aus dieser Lehrveranstaltung ist, diese nicht in einer „Krisenwoche“ zu halten, d.h. Studierende sind jeden Tag anwesend (SA, MO-MI Java und ab DO Python Beginn)  und es bleibt kaum Zeit zuhause für ICM). Dies wird auch durch Rückmeldungen der Studierenden bestätigt. Zusätzlich sollte PROG3 nicht mit Java vermischt werden, sondern eine einzelne Lehrveranstaltung haben, da die verschiedene Syntax der Programmiersprachen bei den Studierenden teilweise zu Verwirrungen geführt hat. Die Prüfung war viel zu kurz angesetzt – 1 ½ Stunden für 2 verschiedene Programmierprüfungen (Java, Python) ist nicht vorteilhaft.

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Author: Redaktion

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