#tdlfhstp: Smile :-) Studierende als MultiplikatorInnen für innovative und digitale Lehre

Im Zuge unserer Vorberichterstattung zum 7. Tag der Lehre war diesmal Prof. Manfred Daniel, Leiter des Studiengangs Wirtschaftsinformatik an der DHBW Karlsruhe bei uns zu Gast. Hier das Gespräch:

Daniel bringt gemeinsam mit Christina Ohngemach am Tag der Lehre unter dem schönen Akronym smile 🙂  ein höchst spannendes Lehrentwicklungsprojekt ein, das gleichzeitig als Change-Management-Instrument zur Entwicklung einer innovativen und digitalen Lehr/Lern/Kultur in Hochschulen beitragen soll. Dies, indem Studierende als Multiplikatoren für innovative und digitale Lehre eingesetzt werden. Smile 🙂 hat den Landeslehrpreis 2017 des Landes Baden-Württemberg erhalten.

Das Lehrkonzept von smile  🙂  sieht einen 5-Phasen-Zyklus vor, der jährlich wiederholt wird. Den Kern bildet dabei ein zweisemestriges Seminar/Projekt im Studiengang Wirtschaftsinformatik. Vom ESC (Education Support Center) und vom Studiengang Wirtschaftsinformatik werden interessierte Lehrende („D-Teacher“ genannt) geworben, die ihre Lehre innovativ und digital weiterentwickeln möchten und dabei Unterstützung suchen (Phase 1).

Im ersten Semester des Lehrprojekts werden die Studierenden (8 Wochen, 5 ECTS) in Ergänzung zu ihrem medientechnischen Wissen in hochschuldidaktischen Fragen zu sogenannten D-Guides ausgebildet (Phase 2).

In Phase 3 digitalisieren jeweils ein Lehrender und ein studentisches Team in Kooperationsprojekten im 6. Semester (11 Wochen, 5 ECTS) eine vorhandene Lehrveranstaltung des Lehrenden. Dabei unterstützen Studierende vor allem bei der technischen Erstellung von E-Learning-Objekten.

Der D-Teacher führt in einem der darauffolgenden Semester die weiterentwickelte Lehrveranstaltung durch (Phase 4).

Die Lehrveranstaltung wird evaluiert (Phase 5) und kann in einem weiteren Durchlauf mit Phase 1 beginnend weiter verbessert werden.

Das Lehrprojekt smile  🙂  setzt eine Vielzahl moderner Lehrmethoden ein:

  • Es wird durchgehend auf projektorientiertes Lernen gesetzt.
  • Auch im Lehrprojekt selbst (nicht nur bei den „Kunden“- Lehrveranstaltungen) wird der Inverted Classroom-Ansatz realisiert.
  • Das Prinzip „Lernen durch Lehren“ wird umgesetzt, indem die Studierenden selbst Lerneinheiten für ihre Kommilitonen gestalten und durchführen.
  • Es werden Methoden der Digitalisierung der Lehre insbesondere bei den Selbststudiumseinheiten genutzt.
  • Die verantwortlichen Lehrenden des Lehrprojekts agieren primär als Lerncoaches und in Teamteachingsituationen.
  • Studierende unterstützen sich gegenseitig durch Peer-Coaching.
  • Studierende lernen in unterschiedlichen Teamkonstellationen zu kooperieren.
  • Kompetenzorientiertes Prüfen wird durch die Art der abzuliefernden Leistungen (z. B. digitales Portfolio, eigene Lehraktivität, eigene Beratungsaktivität) realisiert.

Smile  🙂  ist damit ein Ansatz, der zugleich die besonderen Potentiale der kleinen Kurse an der DHBW nutzt, sich des Problems der zunehmenden Heterogenität der Studierenden annimmt und den Kulturwandel an Hochschulen anstößt.

In der Präsentation am Tag der Lehre werden der smile  🙂 -Ansatz, das Vorgehensmodell sowie Erfahrungen und Transfermöglichkeiten vorgestellt.

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Author: Redaktion

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