Innovative Lehre sichtbar machen #3 // STARTUP-CAMP – oder: wenn Ideen Flügel wachsen!

Im Rahmen der Initiative „Innovative Lehre sichtbar machen werden im Sommersemester 2019  im SKILL-Blog laufend Good Practice Beispiele aus allen Departments der FH St. Pölten präsentiert.

Heute wird das seit Jahren im Department Medien und Wirtschaft erfolgreiche „Startup Camp“ von Wolfgang Römer und Max Schlereth vorgestellt.  

„Alles beginnt mit einer Idee…“

Bereits seit mehreren Jahren haben Studierende aus dem Department Medien und Wirtschaft die Möglichkeit in einem Freifach bei FH-Prof. Wolfgang Römer und Hon.-Prof. Max Schlereth im Rahmen der Summer University in München ein intensives „Startup-Camp“ zu absolvieren. Dort arbeiten sie eine Woche lang, unterstützt von ExpertInnen, an der Weiterentwicklung ihrer Start-up-Ideen.

Credits: FH St. Pölten, W. Römer

Projektfortschritte in produktiver Arbeitsumgebung

Zu Beginn des Camps erfolgt noch einmal ein Blick auf die vorhandenen Ideen in ihren unterschiedlichen Stadien. Die Studierenden-Teams entwickeln mit der LV-Leitung Ziele, die sie im Laufe der Woche erreichen wollen. Anschließend arbeiten die Gruppen an den Vormittagen der Intensivwoche zunächst eigenständig an ihren Projekten weiter. Am Nachmittag kommt dann eine/r der Coaches dazu, hört genau hin, wo die Gruppen gerade stehen, gibt intensiv Rückmeldung zu den Projekten, bietet Impulse zur Weiterentwicklung an und/oder fordert die Gruppen durch bestimmte Aufgabenstellungen heraus. Wichtig ist, dass die Coaches zumindest zwei Tage zur Verfügung stehen, um am zweiten Tag die Fortschritte beobachten zu können und weitere Impulse und Unterstützung für den Entwicklungsprozess geben zu können. Der Austausch mit den Coaches geht dann teils bis tief in die Nacht weiter.

Gleichzeitig bringen Studierende, die schon gegründet haben, Hinweise ein, die den Gruppen, die noch ganz am Anfang stehen, dabei helfen Fehler zu vermeiden. Weiters bietet dieser intensive Prozess auch bereits Kontakte zu verschiedenen GeldgeberInnen sowie einen Überblick, welche Fördertöpfe man potentiell nutzen könnte.

„Es ist schön zu beobachten wie fokussiert die Gruppen arbeiten und wie sie mit konstruktivem Feedback umgehen. Stolz bin ich jedes Mal darauf, welche Entwicklungen in dieser Woche passieren, egal ob das Startup-Camp der vorläufige Schlusspunkt einer Idee ist oder ob einer Idee Flügel gewachsen sind“, so Wolfgang Römer.

Erfolgsgeschichten

Auch nach dem Camp ist es den beiden LV-Leitern wichtig die Entwicklung der Projekte weiterzuverfolgen. So gibt es für die Studierenden u.a. die Möglichkeit zu Treffen mit den externen Coaches, auch lange nach dem ursprünglichen Startup-Camp. Manche der ExpertInnen werden so zu langfristigen MentorInnen konkreter Startup-Ideen.

Credit: FH St. Pölten, W. Römer

Ein schönes Beispiel für die nachhaltige Wirkung dieses speziellen Lern-Settings ist das Startup Druckster, das beim letzten Camp im Sommer 2018 mit dabei war und ganz wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung mitgenommen hat: „Das hat unsere strategische Ausrichtung sehr geprägt und uns geholfen, unsere ersten großen KundInnen an Bord zu holen“, berichtet Andreas Kruisz, Druckster-Mitarbeiter und Student der Media und Kommunikationsberatung.

Vertiefende Information:

Serie: innovative Lehre sichtbar machen!

In den kommenden Wochen werden weitere inspirierende Lehrprojekte aus allen Departments der FH auf Teamwork und auf dem SKILL-Blog präsentiert.

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Author: Josef Weißenböck

Leiter des Kompetenzzentrums für Hochschuldidaktik "SKILL" an der FH St. Pölten seit 2008. Aufbau des hochschuldidaktischen Fortbildungs- u. Beratungsangebotes, Entwicklung des Lehrgangs zum “Zertifikat hochschuldidaktische Kompetenz” und der Vernetzungsveranstaltung “Tag der Lehre”. Inhaltliche Schwerpunkte: Didaktisches Design, Student Centered Learning, Blended Learning, aktivierende Lehrmethoden und Peer Learning als Strategie didaktischer Kompetenzentwicklung.

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