Barcamp

Ein Barcamp ist ein offenes und kooperatives Veranstaltungs- und Konferenzformat (es hat viele Ähnlichkeiten zur Methode Open Space (Beitrag zu den Unterschieden)). Offen bedeutet, dass die Inhalte und Abläufe von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern selbst und (meist zu einem großen Teil) erst vor Ort entwickelt werden, wobei diese so zu TeilgeberInnen werden. (Eine kurze und zugleich gute Erklärung des Formats bietet dieses Video).

Ein Barcamp benötigt eine gewisse Zahl an Menschen, damit tatsächlich eine Dynamik entsteht, in der es ausreichend InputgeberInnen gibt und Teilnehmende, die eine Wahl zwischen zumindest vier Angeboten haben und gleichzeitig selbst etwas einbringen können. Eine Mindestzahl liegt somit also bei etwa 30 Personen. Das Einladen von ExpertInnen von außen widerspricht bis zu einem gewissen Grad einem Grundgedanken des Barcamps, dass die Expertise der Anwesenden Entfaltungsräume bekommen soll. Wobei es auch Barcamps mit Keylectures gibt, die dann als Inspiration dienen.

Ein Barcamp kann in einer Lehrveranstaltung u. a. dazu dienen um

  • Schon vor einer Lehrveranstaltung vorhandenes Wissen sowie gemachte Erfahrungen sichtbar und nutzbar zu machen – es kann also auch ein Werkzeug des Wissensmanagements sein
    • So kann auch im Laufe einer Lehrveranstaltung Spezialwissen bzw. Rechercheergebnisse von Studierenden einfließen
  • Expertise, die im Rahmen einer Lehrveranstaltung (oder in einer Phase davon) entstanden ist noch einmal intensiver zusammenzufassen, zu fokusieren bzw. Themen miteinander zu verknüpfen oder auch
    • Expertise aus einem Praktikum oder Projekt
  • Als Planungsinstrument für ein studentisches Projekt

 

Als Empfehlung zum Weiterlesen:

Sammlung von Beispielen und Überlegungen zum Einsatz des Formats Barcamp in der Lehre (für Kommentare offenes Google Dok).

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