Assessmentmethoden / -vorgangsweisen

Eine wichtige Fragestellung bei Vorbereitung und Umsetzung des ICM ist, wie sichergestellt werden kann, dass Lernende auch in Nicht-Präsenzphasen „ausreichend“ Wissen erwerben. Assessment hat in diesem Kontext sicher auch mit klassischer Wissensüberprüfung zu tun und gleichzeitig geht es um Unterstützung der Lernenden dabei:

  • Inhalte zu verstehen und einen möglichst engen Bezug zu Praxisanwendungen herzustellen;
  • das persönliche Zeitmanagement zu entwickeln und zu evaluieren;
  • mit anderen Lernenden, den Lehrenden und auch außenstehenden ExpertInnen zusammen zu arbeiten und die
  • (Selbst)Motivation zu unterstützen / stärken

Die Liste der unten stehenden Möglichkeiten beziehen sich auf das Modul 5 des ICM-Wikis der Freien Universität Berlin. Grundsätzlich gilt dabei, dass auch Lernende – mit entsprechender Anleitung sowie Unterstützung – selbst die Leitfragen (er)stellen, Tests entwickeln und auswerten, Foren erstellen / betreuen und/oder moderieren, Aufgaben selbstständig finden / füreinander  entwickeln / gegenseitig bewerten, Lerngruppen initiieren / begleiten / evaluieren können. Insofern wird der Liste hier vorangestellt:

Gemeinsames Arbeiten am Forum

Die Möglichkeit zum Austausch ist ein zentrales ICM-Element. Im Kontext von Assessment werden folgende Aufgaben / Schritte am Forum aktiv wahrgenommen und ggf. bewertet:

  • Auftauchende Fragen einander  stellen / miteinander nach Lösungen suchen sowie diese bewerten (ev. erweitert durch gegenseitige off- / online „Förderangebote“);
  • wechselseitig Aufgaben im weitesten Sinn stellen;
  • gesammelte Wissensbausteine (neu) strukturieren (dies kann auch eine z. B. mit einem Etherpad oder GoogleDok gemeinsam erstellte Dokumentation einer Präsenveranstaltung sein);
  • Ergebnisse gegenseitig bewerten;
  • Visualisierungen von Prozessen & Ergebnissen von Lerngruppen off- und online: In Tandems, Triaden oder größeren Kleingruppen arbeiten (off- und/oder online etwa unterstützt durch Live-Online-Konferenzen) Lernende gemeinsam an Aufgaben. Die Art und Weise der Beteiligung dort ist ebenso ein Ausgangspunkt für die Bewertung.

Einige weitere Assessmentmöglichkeiten:

  • Leitfragen mehr
  • Test oder Quiz mehr
  • Lerntagebuch mehr
  • Aufgaben im Zusammenhang mit Lernmaterialien mehr
  • Bewusste Gestaltung der Präsenzphase (siehe Einige Grundformen)

 

Leitfragen
Unterstützen dabei einen bestimmten Fokus zu setzen / finden. Lerninhalte werden ausgehend von diesen wahrgenommen, analysiert und/oder bearbeitet. Leitfragen können auch Ausgangspunkte für WebQuests sein (siehe Aufgaben mehr)

Überblick

 

Test oder Quiz
Können vor, während oder nach der Auseinandersetzung mit Wissensinhalten zum Einsatz kommen. Durch einen Dreischritt kann auch die Selbstwahrnehmung des Lernfortschritts unterstützt werden. Tools zum Erstellen von Tests oder Quizzes finden sich schrittweise in der RebelMouse Sammlung.

Überblick

 

Lerntagebuch
Dieses kann ein höchstpersönliches Instrument sein oder das Ganze / Teile daraus können Lernfortschritte sichtbar (und damit ebenso bewertbar) machen. (Impulsfragen für ein Lerntagebuch). Ein Lerntagebuch kann auch aus Visualisierungen bestehen / diese beinhalten. Etwa zur Frage, in welchen Lebensfeldern bestimmte Lerninhalte zum Einsatz kommen / konkret ausgetestet werden / welche Erfahrungen gemacht wurden.

Überblick

 

Aufgaben im Zusammenhang mit Lernmaterialien
Hier ist sicher die größte Bandbreite möglich, einige Beispiele:

  • Alle Punkte / Schritte die bei „Einige Grundformen von ICM“ beschrieben sind
  • WebQuest: Es gilt online Informationen (also auch aktuell eingeholte Aussagen von ExpertInnen) zu finden und nach einem vorgegebenen / selbst entwickelten (entsprechend begründet) Raster zu sortieren, die bestimmte Aussagen oder Inhalte verifizieren bzw. falsifizieren. Ergebnisse von WebQuests können auch Materialpools oder Linklisten sein.
  • (In Einzelarbeit oder kollaborativ) Herstellen von Lernmaterialien (z. B. Texte, Tabellen, grafische Visualisierungen, Power Point / Prezi, E-Book, Kurzvideos, Podcast, ExpertInneninterviews, Sozialraumanalyse, div. Exzerpte / Printprodukte, Produktpräsentationen…)
  • selbstorganisierte Exkursionen und Besuche bei ExpertInnen
  • Projekte (z. B. (Weiter)Entwicklung einer Methode, Dienstleistung, eines Produkts (eines Produktionsablaufs), Organisation einer Veranstaltung…)

Überblick

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