Mögliche „Grundformen“ des ICM


Es gibt wie schon gesagt nicht „DAS“ Inverted Classroom Model. Die Stärke und sicher zugleich Herausforderung ist die große Vielfalt an Zugängen und Methoden (siehe dazu auch das Modul 3 des Inverted Classroom Wiki der Freien Universität Berlin). Hier finden sich Hinweise und Anregungen zu Zeiten zwischen Präsenzphasen und Präsenzunterricht selbst. (Am SKILL-Blog gibt es eine Sammlung von Methoden, die in beiden Phasen einfließen können)

So kann /können die Phase/n vor oder zwischen Präsenzphasen geprägt sein durch Aktivitäten wie

  • Literatur- und Methodenrecherche
  • Suche nach ExpertInnen und Nutzung Ihres Wissens in unterschiedlichster Form off- und online
  • Auseinandersetzung mit vorhandener oder extra für diesen Zweck hergestellten „Literatur / Medien“ – wobei dieser Begriff hier sehr weit & umfassend gemeint ist: Vom Printprodukt über Podcasts bis zu Screencasts und Videos (siehe dazu das Video beim Modul 4 des Wiki zu Inverted Classroom der Freien Universität Berlin sowie ICMKmedium diese Tipps) – ebenso zum Einsatz können Blogs und/oder verschiedenste kollaborative Web 2.0-Werkzeuge (ICMKmedium: auf unserer RebelMouse-Site sind einige gesammelt)
  • Exkursionen (inkl. dem Austesten oder Umsetzen von Produkten /Dienstleistungen / Herangehensweisen in verschiedenen Lebens- und Arbeitsfeldern)
  • Sozialraumanalysen (ICMKmedium: siehe diesen Hintergrund)
  • Interviews mit ExpertInnen oder auch mit bewusst gewählten „Zielgruppen“ (z. B. KundInnen einer Firma, KlientInnen aus dem Sozialbereich, Schwangere…)
  • Praktika – gerade bei diesen erhöht das ICM die Chance, dass dort erworbenes Wissen sowohl für alle Beteiligten einer aktuellen Lerngruppe und auch darüber hinaus verfügbar bzw. weiter verarbeitbar wird.
  • Webinare die auch asynchron zur Verfügung stehen (im Unterschied zu Screencasts werden hier Rollen viel stärker flexibel gestaltet, Lernen & Lehren erfolgt gemeinsam)

Ein Schlüssel für die erfolgreiche, ansprechende Gestaltung des ICM ist ebenso, wie Präsenzphasen (können auch in virtuellen Lernsettings etwa mit Live-Online Konferenz verbunden mit synchroinen Arbeiten an verschiedensten Dateien ablaufen) gestaltet wird (siehe dazu auch die Informationen beim Modul 2 „Präsenzveranstaltungen“ des Wikis zu Inverted Classroom der Freien Universität Berlin). Auch Studierende können in Präsenzphasen – auch dem „Lernen durch Lehren“-Ansatz entsprechend – ermuntert und unterstützt werden aus dem „LehrerIn-SchülerIn-Muster“ auszusteigen und noch stärker konstruktivistisch bzw. konnektivistisch vorzugehen. Also  ebenso zum Beispiel mit Methoden wie

  • Arbeiten an Aufgaben (siehe dazu den Punkt „Aufgaben“ bei Assessmentmethoden / -vorgangsweisen) in Tandems, Triaden, Kleingruppen; wobei auch die Ergebnisse so genutzt werden, dass sie weniger „klassische Präsentationen“ sind, und stärker andere Lernende unterstützen, sich Wissen aktiv anzueignen bzw. gemeinsam an Problemen / Projekten gearbeitet oder nach Umsetzungsschritten für die Praxis geforscht wird
  • strukturiertes Brainstorming
  • Gruppendiskussionen und -reflexionen (auch mit Frage-Antwort-Sessions im Plenum)
  • World Café oder auch Formen, die an Prinzipien des Open Space orientiert sind bzw. anderen Formen des „Art of Hosting“ – (ICMKmedium: ausführliche Informationen)
  • Das Aktive Plenum (nach Christian Spannagel; mehr)
  • szenisches Auf- /Bearbeiten von Themen und Ereignissen (etwa nach Prinzipien von „drama in education“ (ICMKmedium: kurzer Hintergrund bei Wikipedia) bzw. Ansätzen der Angewandten Improvisation (ICMKmedium:  Hintergrund)
  • Planspiele
  • Hörsaalspiele (ICMKmedium: mehr)
  • siehe auch die HInweise in diesem Dokument
  • alle genannten Punkte sind auch gute Möglichkeiten für die Wiederholung / Sicherung von Inhalten bei Lehrveranstaltungen, bei denen die Termine weiter auseinander liegen – ein Ausgangspunkt dafür kann sein, eine Gruppe Studierender zu definieren, die synchron zur Vorlesung / Übung gemeinsam an einer Dokumentation arbeitet (z. B. mit einem GoogleDok oder EtherPad). Vorher gemeinsam entwickeln oder vorgeben (inkl. ev. Template), nach welchen Kriterien / Überschriften das erfolgt.

Die dabei gezeigten „Lernleistungen“, die Übersetzung von Wissen in Praxisbezug können auch entsprechend bewertet werden wobei wieder peer review ein spannendes Werkzeug ist.

nach oben

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.