6. Tag der Lehre

Am 19. Oktober 2017 fand an der FH St. Pölten bereits zum sechsten Mal der „Tag der Lehre“ statt. Thematischer Fokus war diesmal:

Deeper Learning“ – (wie) geht das?

 

Auch 2017 wurde der Tag der Lehre wieder intensiv als Plattform genutzt, um spannende modellhafte Umsetzungen innovativer Lehrkonzepte auszutauschen.

Noch einmal ein herzliches  „DANKE“  an die vielen hausinternen, nationalen und internationalen Beitragenden!

Hier einige Materialien zur Dokumentation der Tagung:

 

Imagevideo zum 6. Tag der Lehre:

Materialien zu einzelnen Präsentationen und Workshops:

                  

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Fokus der Tagung

Der renommierte NMC HORIZON-Report 2016 definiert als mittelfristigen Trend in der internationalen akademischen Aus- und Weiterbildung einen „Paradigmenwechsel zu Deeper Learning-Methoden“. Gemeint ist damit die ewige Herausforderung wie es in der Lehre gelingen kann, oberflächliches Lernen („Surface Learning“), das sich auf reproduzieren von Informationen beschränkt, in Richtung von tiefgehendem Lernen („Deeper Learning“) zu transzendieren. „Deeper Learning“ zielt auf die Förderung von kritischem Denken, Dialogorientierung, Problemlösungsmethoden, Zusammenarbeit und selbstbestimmtem Lernen.

„Um motiviert zu bleiben, müssen Lernende die Möglichkeit haben, klare Bezüge zwischen dem Lernstoff und der realen Welt sowie den Auswirkungen ihrer neuen Kenntnisse und Fähigkeiten herstellen können. Problembasiertes Lernen, herausforderungsbasiertes Lernen, forschungsbasiertes Lernen, und ähnliche Methoden führen zu aktiveren Lernerlebnissen, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Unterrichtsraums. Während die unterstützende Rolle von Technologien für das Lernen sich immer stärker herauskristallisiert, setzen Lehrende diese Tools auch zunehmend ein, um ihre Materialien und Aufgabenstellungen mit Anwendungsszenarien aus dem realen Leben zu verknüpfen.“

(NMC HORIZON-Report 2016, S. 14)

 Das Deeper-Learning-Paradigma hat somit klar Schnittstellen mit dem Diskurs rund um Kompetenzorientierung in der Hochschullehre, geht aber sowohl in der theoretischen Fundierung als auch in den Praxisausprägungen deutlich darüber hinaus. Wichtige Ziele sind u. a., dass Studierende „lernen zu lernen“, mit welchen Methoden sie bestimmte Ziele am Effektivsten erreichen. D.h., dass nicht zuletzt der (Selbst)Reflexionsfähigkeit des eigenen Tuns ein besonders hoher Stellenwert zukommt. Ein weiterer Aspekt ist, wie Wissen in einer hochkomplexen Welt selbstwirksam zum Einsatz kommen kann, auch um gesellschaftliche Rahmenbedingungen aktiv mitzugestalten. Somit lautet insgesamt die zentrale Herausforderung: mit welchen didaktischen Strategien fördern wir effektiv diese (Meta-)Kompetenzen?

 

 

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