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Tag der Lehre 2020: Portfolioarbeit und asynchrone Lehre

Ziele der Präsentation von Irene Fally (Universität Wien) beim 9. Tag der Lehre sind:

* Möglichkeiten aufzeigen, wie die Erfassung von Lernfortschritten in asynchroner, lernplattformbasierter Lehre erfolgen kann

* Probleme & Hürden der Portfolioarbeit in asynchronen Lehr- und Lernsettings diskutieren

Dazu zunächst dieses Videogespräch:

 

Asynchrone Lehr- und Lernsettings räumen den Studierenden mehr Flexibilität ein und erleichtern so das selbständige Arbeiten. Gleichzeitig verändert sich allerdings auch die Art der Kommunikation zwischen den Studierenden und der Lehrperson. Es wird schwieriger für die Lehrperson nachzuvollziehen, ob bzw. in welchem Bereich die Studierenden Fortschritte machen. Eine Möglichkeit für Lehrende und Lernende einen besseren Überblick über den Lernfortschritt zu gewinnen ist der Einsatz von Portfolios. Im vorliegenden Beitrag soll anhand einer konkreten Lehrveranstaltung darauf eingegangen werden, wie der Lernfortschritt von Studierenden in asynchronen E-Learning Szenarien mithilfe von Portfolios dokumentiert werden kann.

Bei der Lehrveranstaltung, auf die hier Bezug genommen wird, stehen erste eigene Analysen und die Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten im Vordergrund. Im Sommersemester 2020 wird die Lehrveranstaltung komplett online als asynchrone Veranstaltung über Moodle durchgeführt. Die Studierenden bekommen im Wochentakt Material in Form von Lehrvideos und Lektüren zur Verfügung gestellt, anhand dessen sie Arbeitsaufgaben erledigen. Zusätzlich zu diesen wöchentlichen Aufgaben legen die Studierenden ein Portfolio an. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Produkt- und Prozessportfolio, d.h. die Studierenden sammeln aus ihrer Sicht besonders gelungene Texte, die auch für das Assessment herangezogen werden, und verfassen am Ende des Semesters eine Reflexion über ihren eigenen Lernprozess. Da die Studierenden die einzelnen Teile des Portfolios im Laufe des Semesters zu bestimmten Zeitpunkten abgeben müssen, kann die Lehrperson laufend feststellen, welche Lehr- und Lernziele erreicht wurden, und entsprechendes formatives Feedback geben. Darüber hinaus entsteht zu Semesterende durch das Zusammenführen der einzelnen Teile zu einem Gesamtportfolio und der abschließenden Reflexion ein Gesamtbild des Lern- und Entwicklungsprozesses der Studierenden.

In meinem Beitrag zum DisQSpace soll anhand dieses Beispiels gezeigt werden, wie der Einsatz von portfoliobasiertem Lernen in einem asynchronen Setting eingesetzt werden kann, um Lernfortschritte zu dokumentieren und festzustellen. Dabei soll sowohl auf Herausforderungen wie z.B. wenig aktive Studierendengruppen, als auch Potenziale, wie z.B. Sichtbarmachung von Fortschritt von introvertierten Studierenden, eingegangen werden.