Good Practices aus der Fernlehre #3: Wahrnehmung trainieren – analoges und digitales Design verbinden

 

Im Studienjahr 2020/21 werden im Rahmen der Serie „Good Practices aus der Fernlehre“ laufend besonders gelungene Beispiele aus allen Departments der FH St. Pölten auf  Teamwork und im SKILL-Blog präsentiert.

 

Die Fotografin Rita Newman ist nebenberufliche Lehrende in den Studiengängen Digital Design (MA) und Medientechnik (BA). Die Lehrveranstaltung „Bildgestaltung und Fotografie“ mit 120 Teilnehmer*innen musste aufgrund der Coronasituation kurzfristig aus einem Präsenz-Setting im Gr. Festsaal in ein Fernlehre-Konzept übersetzt werden. Hauptchallenge: wie kann es in einer derart großen Gruppe auch online gelingen mit den Studierenden interaktiv und praktisch zu arbeiten?

Newman startete mit einen Input zum Aspekt des Medienwechsels (von analog zu digital und zurück) als wesentliches Element von Designprozessen. Mittels der sog. „Einlinienzeichnung“, angewendet auf Selbstporträts der Studierenden, wurde dieses Wechselspiel zwischen analoger und digitaler Gestaltung auf kreative Weise trainiert und somit auch die individuelle Wahrnehmung geschärft. Handlungsleitendes Prinzip war hier „Kopf, Bauch, Hand und Computer“ in Verbindung zu setzen (vgl. „Die Kreativmaschine“ von T. & M. Poschauko). Als Endprodukt entstand eine Collage aller Arbeiten quasi als virtuelle Vernissage.

In diesem Videogespräch mit Christian Freisleben-Teutscher von SKILL beschreibt Rita Newman sehr anschaulich ihr Konzept:

Übrigens hat bereits Picasso einst mit der Technik der Einlinienzeichnung  gearbeitet und machte sie so bekannt.

Für die Nutzung dieser Technik, die als Overlay  zu einem vorhandenen Bild eingesetzt wird, sind bspw. folgende weitere Einsatzoptionen denkbar:

  • Eine interaktive und dialogorientierte Annäherung an die Funktionsweise eines Geräts oder eines Körperorgans
  • Alternative Annäherung  an Formeln, Programmcodes und ähnliches
  • Visualisierung von individuellen Lernzielen sowie den jeweiligen Status der eigenen „Lernreise“
  • Auseinandersetzung mit Fremd- und Selbstwahrnehmung, z.B. als Aspekt der Beschäftigung mit Bedürfnissen von z. B. Patient*innen, Kund*innen, etc.
  • Als Brainstorming in einem Entwicklungsprozess oder auch bei Projekten, z.B. als Visualisierungsoption von (Zwischen)Ergebnissen; sehr passend auch im Rahmen von User Orientated Design.
  • Als Option der Reflexion von Phasen der Kleingruppenarbeit: wie wurden  bestimmte Elemente der Lehrveranstaltung erlebt?

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