Gestaltungsmöglichkeiten

E-Portfolio

E-Portfolios sind digitale Sammlungen von „Artefakten“ – also Ergebnissen und Reflexionen aus Lernprozessen verknüpft mit Informationen zu eigenen Kompetenzen und Angeboten (siehe dazu die umfassenden Hintergrundmaterialien und Anleitungen, die wir auf Mahara zusammengestellt haben). Dabei sind die Lernenden nicht nur Lieferant*innen von schon vorhandenen Informationen, sondern gestalten die Zusammenstellung selbst. Erstellende entscheiden zudem bewusst, welche Informationen sie mit wem teilen. E-Portfolios können Ausschnitte oder Erkenntnisse von Lernlog-/ tagebüchern enthalten, gleichzeitig sind sie ein Werkzeug für das eigene Wissensmanagement und das öffentlich machen von Informationen, Anregungen, Fragestellungen, Forschungsansätzen…

Umsetzbar sind sie mit einem einzigen Tool wie z. B. Mahara (an der FH St. Pölten für alle Lehrende und Studierende verfügbar – für eingeloggte Personen ist dort eine umfangreiche Sammlung mit weiteren Hintergründen, Anregungen, Rastern und Anleitungen zum Thema E-Portfolio verfügbar!) oder WordPress. Genauso kann es sich um einen bewusst breit angelegten Mix an digitalen Ressourcen und Werkzeugen handeln, die z. B. von einer Landingpage (z. B. WebSite) aus erreichbar oder auch über einen Hashtag zu finden sind.

In den weiter unten gesammelten Link- und Literaturtipps finden sich umfassende, verschiedene Definitionsansätze, Einsatzbeispiele und Tipps für die Umsetzung. Besonders spannend / wichtig erscheint uns:

  • E-Portfolios sind ideale Werkzeuge im Zuge der Vorbereitung, Begleitung, Dokumentation und Evaluation von Projekten sowie Projektarbeiten; so können sie auch die Plaung sowie Erstellung von Bachelor- und Masterarbeiten gut begleiten bzw. Ergebnisse sichtbar machen
  • E-Portfolios können das Ergebnis von kollaborativen Sammeln, (Neu)Sortieren (inkl. vergeben von Schlagworten), Ergänzen, Verknüpfen und Kommentieren von Recherchetätigkeiten sein bzw. diese laufend begleiten – auch auf diese Weise unterstützen sie sowohl synchrones als auch asynchrones Lernen sowohl offline als auch online
    • E-Portfolios können so auch Kleingruppenarbeiten begleiten und gemeinsam erstellt & bearbeitet werden
  • Sie unterstützen dabei, eigene Fäigkeiten selbstbewusst und übersichtlich auch nach außen hinsichtbar zu machen – damit bieten sich gerade E-Portfolios dazu ein, etwa externe MentorInnen und ImpulsgeberInnen zum Einsatz zu bringen
  • Ein unerläßlicher, erster Schritt auf den Weg zu E-Portfolios ist die Ermöglichung und Unterstützung bei der Auswahl, dem Kennenlernen und Austesten der entsprechenden digitalen Tools, mit denen sich zugleich analoge Artefakte dokumentieren und weiter entwickeln lassen
  • Die Zeit für die primäre Erstellung eines E-Portfolios ist als Schritt der Entwicklung der Persönlichen Lernumgebung zu sehen und darf nicht unterschätzt werden, ebenso müssen in der Workload Zeiten für das Erstellen von oder Einbringen von Artefakten in ein E-Portfolio berücksichtigt werden
  • E-Portfolios haben im Idealfall einen stark interaktiven Charakter – das Geben & Aufgreifen von Feedback ist also ein wichtiger Teil des Prozesses der Arbeit mit E-Portfolios

 

Link- und Literaturtipps:

Hier findet sich eine gute Kurzdefinition: http://de.slideshare.net/AndreaLiner/poster-wel-al

Grundlagentext mit vielen weiterführenden Links https://www.e-teaching.org/lehrszenarien/pruefung/pruefungsform/eportfolio/index_html

Gute Übersicht, auch als Ausgangspunkt für die Entwicklung des eigenen E-Portfolios: https://prezi.com/xs-syrcobwmu/e-portfolio-kreislauf/

Ebenso gut als Einstieg geeignet, wobei das Instrument WordPress eine wichtige Rolle spielt: http://appelt.net/2010/12/eportfolios-mit-wordpress/

Umfassender Hintergrundtext aus dem Jahr 2009 in zwei Teilen http://peter.baumgartner.name/wp-content/uploads/2013/08/Baumgartner_etal_2009_Einsatz-von-E-Portfolios-Zusammenfassung.pdf und http://peter.baumgartner.name/wp-content/uploads/2012/12/Baumgartner_2012_Eine-Taxonomie-fuer-E-Portfolios.pdf

E-Portfolios und persönliches Wissensmanagement: http://www.pedocs.de/volltexte/2015/10917/pdf/Reinmann_Hartung_2013_E_Portfolios_und_persoenliches_Wissensmanagement.pdf

Für eine vertiefende Auseinandersetzung können auch die Publikationen von Stephan Münte-Goussar (Europa Universität Flensburg)

E-Portfolios (Lehrportfolios) an TH Köln https://lehrportfolio.tu-braunschweig.de/

Noch ein Hinweis: Ein sehr gutes eränzendes Instrument (für Zwischen- und Endergebnisse) für die Reflexion von Lernergebnissen können die „Footprints of Emergence“ sein, die so auch zu einem Teil des eigenen E-Portfolios werden können.

Wählen Sie eine weitere Methode

Aktives Plenum

Auswahl von Moderation & Dokumentation (min 2, lieber 6 Personen). Lehrende / Lehrender stellt Aufgabe. Moderation sorgt dafür, dass sich möglichst viele im Raum an Aufgabenlösung beteiligen.

Gruppenpuzzle

Jede Gruppe bearbeitet Gesamtthema: jedes Mitglied in Einzelarbeit anderen Teil. Dann Treffen aller „ExpertInnen“ eines Teilgebiets: Ergebnisse abgleichen. ExpertInnen in Stammgruppe tragen vor.

Kugellager

Umsetzbar mit Bankreihen, wo Studierende immer um einen Platz weiterrücken und sich gegenseitig Informationen zu einem Thema geben / Fragen stellen.

Diskurs / Hearing / Podiumsdiskussion

Studierende(ngruppen) bereiten verschiedene Positionen zu einem Thema vor und vertreten diese (auch gegeneinander im Bedarfsfall).

DisQSpace / Barcamp (Open Space)

Studierende bereiten Beiträge ähnlich wie bei einer Konferenz vor; es entsteht eine Art (moderierter) Stationenbetrieb.

World Cafè / Posterspaziergang

Kleingruppen diskutieren / arbeiten an Tischen / Poster im Raum. Moderierter Wechsel wobei eine Variante ist: Ein „Host“ bleibt.  (Variante: Pro Action Café)

Soziometrische Übungen

Fragen an Anwesende stellen – diese ordnen sich entsprechend zu / heben die Hand. Dabei können auch bewusst die Reihen eines Hörsaals genutzt werden (Nähe / Distanz / links / rechts…)

Hörsaalspiele

Der Titel ist Programm; siehe diese Beschreibungen

Glückstopf / Buzz Group /
Think-Pair-Share

Auch in großen Gruppen sind jederzeit Formen von Tandems, Triaden, Kleingruppen möglich! (siehe auch diese Varianten für Think Pair Share)

Menu

Methoden

Tools

Angebote

Projekte