Inverted Classroom Model

Lernen bedeutet auch, persönliche Fähigkeiten auf fachlicher und überfachlicher Ebene weiter zu entwickeln. Von Anfang an mitgedachtetes Assessment begleitet diesen Weg, unterstützt Studierende dabei, (Lern)Ziele zu erkennen und was zu deren Erreichung noch fehlt. 

Gleichzeitig geht es um Unterstützung der Lernenden dabei:

  • Inhalte zu verstehen und einen möglichst engen Bezug zu Praxisanwendungen herzustellen;
  • das persönliche Zeitmanagement zu entwickeln und zu evaluieren;
  • mit anderen Lernenden, den Lehrenden und auch außenstehenden Expert*innen zusammen zu arbeiten 
  • die(Selbst)Motivation zu unterstützen / stärken

Grundsätzlich gilt dabei, dass auch Lernende – mit entsprechender Anleitung sowie Unterstützung – selbst die Leitfragen (er)stellen, Tests entwickeln und auswerten, Foren erstellen / betreuen und/oder moderieren, Aufgaben selbstständig finden / füreinander  entwickeln / gegenseitig bewerten, Lerngruppen initiieren / begleiten / evaluieren können.

Im Folgenden eine Auflistung einiger Assessmentmöglichkeiten: 

Gemeinsames Arbeiten am Forum

Die Möglichkeit zum Austausch ist ein zentrales ICM-Element. Im Kontext von Assessment werden folgende Aufgaben / Schritte am Forum aktiv wahrgenommen und ggf. bewertet: 

  • Auftauchende Fragen einander  stellen / miteinander nach Lösungen suchen sowie diese bewerten (ev. erweitert durch gegenseitige off- / online „Förderangebote“);
  • wechselseitig Aufgaben im weitesten Sinn stellen;
  • gesammelte Wissensbausteine (neu) strukturieren (dies kann auch eine z. B. mit einem Etherpad oder GoogleDok gemeinsam erstellte Dokumentation einer Präsenveranstaltung sein);
  • Ergebnisse gegenseitig bewerten;
  • Visualisierungen von Prozessen & Ergebnissen von Lerngruppen off- und online: In Tandems, Triaden oder größeren Kleingruppen arbeiten (off- und/oder online etwa unterstützt durch Live-Online-Konferenzen) Lernende gemeinsam an Aufgaben. Die Art und Weise der Beteiligung dort ist ebenso ein Ausgangspunkt für die Bewertung.

Assessmentmöglichkeiten

Unterstützen dabei einen bestimmten Fokus zu setzen / finden. Lerninhalte werden ausgehend von diesen wahrgenommen, analysiert und/oder bearbeitet. Leitfragen können auch Ausgangspunkte für WebQuests sein.

Können vor, während oder nach der Auseinandersetzung mit Wissensinhalten zum Einsatz kommen. Durch einen Dreischritt kann auch die Selbstwahrnehmung des Lernfortschritts unterstützt werden.

Dieses kann ein höchstpersönliches Instrument sein oder das Ganze / Teile daraus können Lernfortschritte sichtbar (und damit ebenso bewertbar) machen. (Impulsfragen für ein Lerntagebuch). Ein Lerntagebuch kann auch aus Visualisierungen bestehen / diese beinhalten. Etwa zur Frage, in welchen Lebensfeldern bestimmte Lerninhalte zum Einsatz kommen / konkret ausgetestet werden / welche Erfahrungen gemacht wurden.

Hier ist sicher die größte Bandbreite möglich, einige Beispiele:

Alle Punkte / Schritte die bei „Einige Grundformen von ICM“ beschrieben sind. (siehe oben "Mögliche Grundformen des ICM")

WebQuest: Es gilt online Informationen (also auch aktuell eingeholte Aussagen von ExpertInnen) zu finden und nach einem vorgegebenen / selbst entwickelten (entsprechend begründet) Raster zu sortieren, die bestimmte Aussagen oder Inhalte verifizieren bzw. falsifizieren. Ergebnisse von WebQuests können auch Materialpools oder Linklisten sein (weitere Informationen zum Format).

(In Einzelarbeit oder kollaborativ) Herstellen von Lernmaterialien (z. B. Texte, Tabellen, grafische Visualisierungen, Power Point / Prezi, E-Book, Kurzvideos, Podcast, ExpertInneninterviews, Sozialraumanalyse, div. Exzerpte / Printprodukte, Produktpräsentationen…)

Selbstorganisierte Exkursionen und Besuche bei ExpertInnen

Projekte (z. B. (Weiter)Entwicklung einer Methode, Dienstleistung, eines Produkts (eines Produktionsablaufs), Organisation einer Veranstaltung…)

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